veröffentlicht am 14. Mai 2018 in der Kategorie Ernährung für Erwachsene

Ein häufig unterschätztes Risiko ist die Mangelernährung bei onkologischen Erkrankungen. Wie für Gesunde auch, gelten für Menschen mit Krebs die gleichen Empfehlungen für den BMI (Normalgewichtsbereichs – BMI 18,5-24,9 kg/m2). Viele Betroffene haben jedoch mit fortschreitender Erkrankung bzw. während oder nach einer Therapie Probleme ihr Körpergewicht zu halten und verlieren Gewicht. Beträgt der Gewichtsverlust mehr als 5% des Körpergewichts in drei Monaten bzw. 10% in sechs Monaten, sind dies Alarmsignale für Mangelernährung bzw. Kachexie. Meist sind im Serum der Patienten die proinflammatorischen Zytokine und Akute-Phase-Proteine erhöht, während der Albuminspiegel abnimmt. Anhand des C-reaktivem Protein und Serumalbumin ist eine Einschätzung möglich.

Eine Mangelernährung kann sich nicht nur auf die Lebensqualität Betroffener auswirken, sondern auch auf deren Krankheitsverlauf. Das Mortalitätsrisiko kann bis zum 6-fachen ansteigen. Für ein regelmäßiges Screening wird u.a. das MUST-Screening empfohlen, wobei im Fall von auffälligen Werten eine intensive Ernährungsberatung erfolgen sollte.

Wenn eine Ernährungsoptimierung mit angereichter Kost nicht ausreicht, wird der Einsatz einer hochkalorische, eiweißreiche Trinknahrung empfohlen. In seltenen Fällen ist eine Sondenernährung indiziert.

Quelle: Springer Medizin 13.12.2017 | Medizin | Ausgabe 12/2017/ CME

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