Eine Ernährungstherapie kann einen wichtigen Beitrag zum Erfolg der Gesamttherapie leisten – die bedarfsgerechte Versorgung mit lebenswichtigen Nährstoffen ist eine wesentliche Grundlage für das Wohlbefinden Ihrer Patient:innen. Für die enterale Ernährung mit einer Sonde bieten unserer Marken Nutrison und Flocare® ein breites Sortiment an Sondennahrungen und Applikationstechnik für Erwachsene. Auf dieser Seite erfahren Sie Wissenswertes zur Applikationstechnik für die Sondenernährung.

Auf dieser Seite

Enterale Ernährung und Applikationstechnik: Definition

Für Patient:innen, bei denen die orale Nahrungsaufnahme nicht beziehungsweise nur eingeschränkt möglich ist, bietet die enterale Ernährung – zu der auch medizinische Trinknahrung (zum Beispiel von Fortimel) zählt – eine Alternative. Bei der Sondenernährung wird Nahrung über verschiedene Sondentypen zugeführt. Für die Verabreichung medizinischer Sondennahrung wird Applikationstechnik (auch „Applikationshilfen) benötigt. Die Applikationstechnik umfasst Ernährungssonden, Überleitgeräte, Ernährungspumpen und entsprechendes Zubehör wie zum Beispiel Spritzen.

Verordnungsfähigkeit von Applikationstechnik

Applikationszubehör zählt zu den medizinischen Hilfsmitteln. Entsprechende Applikationshilfen wie zum Beispiel Überleitsysteme oder Spritzen können daher in Deutschland zu Lasten der GKV verordnet werden. Für Privatversicherte gelten die Bedingungen der individuellen vertraglichen Vereinbarung mit der privaten Krankenkasse. Weitere Informationen zur Verordnungsfähigkeit

Applikationshilfen Erwachsene: Ernährungssonden

Mithilfe unseres Entscheidungsbaums sehen Sie auf einen Blick, welche Ernährungssonde für Ihre Patient:innen infrage kommt.

 

Nutricia Applikationstechnik: Sonden, Pumpen, Zubehör

Der Erfolg der Ernährungstherapie hängt auch von der sicheren und unkomplizierten Applikation der Sondennahrung ab. Daher haben wir unter der etablierten Marke Flocare® eine entsprechende Applikationstechnik entwickelt, mit unserer Nutrison Sondennahrung sicher und zuverlässig appliziert werden.

Transnasale Sonden

Transnasale Sonden werden in der Regel bei einer kurz- bis mittelfristigen Ernährung mit Sondennahrung (bis zu etwa 4 bis 8 Wochen) eingesetzt. Im Rahmen der enteralen Ernährungstherapie werden sie durch Nase, Rachen und Speiseröhre in den Magen oder den Dünndarm gelegt. Sie bestehen aus gewebefreundlichen Materialien wie dem Kunststoff Polyurethan (PUR) oder aus Silikon.

Wir von Nutricia bieten in unserem breiten Sortiment an Applikationstechnik transnasale Sonden in unterschiedlichen Charrière-Grössen und Längen an. Es gibt sie als Polyurethansonden (Flocare® PURSOFT) und als Silikonsonden (Flocare® NUTRISOFT). Sie und können sowohl gastral als auch jejunal gelegt werden.

Ab CH 10 verfügen unsere transnasalen Sonden über einen vormontierten Führungsdraht (Mandrin) für ein einfaches Legen der Sonde. Für die leichte Unterscheidung der unterschiedlichen CH-Grössen sind die Konnektoren der Sonden entsprechend der internationalen Farbkodierung gekennzeichnet. Zusätzlich zu unseren transnasalen Sonden bieten wir passende Überleitsysteme für eine unkomplizierte und sichere Verabreichung unserer Sondennahrung an.
Zur Übersicht Transnasale Sonden und Zubehör von Flocare®

Perkutane Sonden

Wenn Ihre Patient:innen über einen längeren Zeitraum mithilfe einer Sonde ernährt werden müssen, wird in der Regel der Einsatz einer perkutanen Sonde empfohlen. Perkutane Sonden werden mit der Fadendurchzugsmethode direkt durch die Bauchdecke über ein Stoma in den Magen (gastral) oder in das Jejunum gelegt.

Die Flocare® DirectPEG ist eine perkutane gastrale Direktpunktions-Sonde speziell für Patienten, bei denen die PEG-Anlage mit der klassischen Fadendurchzugsmethode nicht möglich ist, z.B. bei Obstruktionen im Ösophagus, HNO-Tumoren oder wenn lediglich eine nasale Endoskopie durchgeführt werden kann. Die Sonde lässt sich schnell, effizient und ohne Fixationsnähte platzieren, Gewebereizungen durch das Nahtmaterial entfallen. Gleichzeitig kann mit einem innovativen Sonden-Indikator die optimale Anzugskraft der Sonde an die Magenwand sicher kontrolliert und dadurch das Auftreten von Komplikationen reduziert werden.

Die Flocare® DirectPEG ist auch dann gut geeignet, wenn ein späterer Austausch durch einen Button bzw. Gastrotube geplant ist: Nach dem Ausheilen des Stomas kann die Sonde ohne erneute Endoskopie und Sedierung patientenschonend und kosteneffizient gegen eine kleinere, unauffälligere Austauschsonde ersetzt werden.

Für die sichere enterale Ernährung haben wir ein grosses Sortiment an perkutanen Sonden und notwendigem Zubehör entwickelt. Unsere perkutanen Sonden sind in verschiedenen Charrière-Grössen erhältlich.
Zur Übersicht perkutane Sonde und Zubehör

 

Mann pflegt zu Hause den Button einer sondenernährten Frau

Austauschsonden

Wenn das Stoma abgeheilt ist (in der Regel 4 bis 6 Wochen nach einer PEG-Anlage), können Ihre Patient:innen zu kleineren und diskreteren Sonden wechseln, den sogenannten Austauschsonden wie den Flocare® MiniSoft Button, dem Flocare® Gastrotube oder dem Flocare® Safety+Gastrotube.

Bei Austauschsonden handelt es sich ebenfalls um perkutane, gastrale Ernährungssonden. Jedoch bieten sie zusätzlich grösstmögliche Bewegungsfreiheit und ermöglichen ein unauffälliges Tragen unter der Kleidung, wodurch sie für mobile Patient:innen besonders geeignet sind. Austauschsonden können unkompliziert ohne erneute Gastroskopie im häuslichen Umfeld gewechselt werden. Dabei wird die Sonde von aussen in das bestehende Stoma geschoben und durch einen flüssigkeitsgefüllten Ballon im Magen fixiert. Gastrale Austauschsonden können nach ärztlicher Anleitung ohne erneuten Klinikaufenthalt einfach ausgetauscht werden. Zur Übersicht Austauschsonden und Zubehör

Enterale Pumpen

Die Verträglichkeit von Sondennahrung hängt nicht nur von der Auswahl der geeigneten Nahrung und der passenden Sonde ab, sondern auch wesentlich von der Dosierung der Nahrung und ihrer Verabreichung. Mit einer Ernährungspumpe kann die Gabe der Sondennahrung genau dosiert und gesteuert werden. Die Applikation mit einer Pumpe ist immer dann indiziert, wenn die Sondennahrung kontinuierlich mit konstanter Fliessrate verabreicht werden soll. Eine langsame Verabreichung kann die Verträglichkeit der Sondenernährung steigern. Um Ihnen die Anwendung unserer Pumpen unkompliziert und anschaulich zu vermitteln, stellen wir Ihnen gerne eine Reihe hilfreicher Video-Tutorials zur Verfügung.

Als Profis für Applikationstechnik zur Verabreichung von Sondennahrung haben wir von Nutricia kleine und leichte Ernährungspumpen entwickelt, die sowohl für den stationären als auch den mobilen Einsatz optimal geeignet sind.
Zur Übersicht enterale Ernährungspumpen und Zubehör von Flocare®

Überleitsysteme und Zubehör

Sondennahrung wird über ein Überleitsystem beziehungsweise ein Überleitgerät in die Ernährungssonde appliziert. Überleitsysteme sind damit notwendige Applikationstechnik zur Verabreichung von Sondennahrung und Flüssigkeiten. Entscheidend für die Auswahl des passenden Überleitsystems ist zum einen die Art des Nahrungsbehältnisses. Zum andern spielt auch die Art der Verabreichung eine Rolle für die Auswahl der richtigen Applikationstechnik. Sondennahrung wird in der Regel mithilfe einer Ernährungspumpe oder aber mittels Schwerkraft verabreicht. Auch per Bolus-Spritze kann die Sondennahrung verabreicht werden.
 

Fortbildungen und Broschüren zum Thema enterale Ernährung
Unser Service für Sie: Als Expert:innen für die enterale Ernährung bieten wir Ihnen eine Vielzahl an Fortbildungen zum Thema enterale Ernährung, speziell zur Sondenernährung.

Zu den Fortbildungen.

Nutrison Sondennahrung ist ein Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (bilanzierte Diät). Zum Diätmanagement bei fehlender oder eingeschränkter Fähigkeit zur ausreichenden normalen Ernährung. Nur unter ärztlicher Aufsicht verwenden.

Fortimel® Trinknahrung ist ein Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (bilanzierte Diät). Zum Diätmanagement bei krankheitsbedingter Mangelernährung. Nur unter ärztlicher Aufsicht verwenden.