Erfolgreicher Einsatz des „Künstlichen Pankreas“ in der klinischen Ernährung

Der mit 5.000 Euro dotierte Nutricia Förderpreis geht in der 18. Auflage an Prof. Dr. Lia Bally, Universitätsklinik für Diabetologie, Endokrinologie, Ernährungsmedizin und Metabolismus in Bern, für ihre Forschungsergebnisse im Bereich der Glukosekontrolle für Patienten mit enteraler und /oder parenteraler Ernährung.

In der ausgezeichneten Arbeit untersuchte Prof. Bally im Rahmen einer randomisierten klinischen Studie den Nutzen eines automatisierten Insulinverabreichungssystems für die Blutzuckereinstellung bei Patienten, die eine medizinische Ernährungstherapie benötigen. Dazu wurden insgesamt 43 erwachsene Patienten aus chirurgischen und medizinischen Normalstationen rekrutiert, die eine subkutane Insulintherapie benötigten. Während die Kontrollgruppe eine konventionelle subkutane Insulintherapie nach üblicher klinischer Praxis mit maskiertem kontinuierlichem Glukosemonitoring erhielt, wurde die Interventionsgruppe über ein geschlossenes „Closed-Loop“-System (sog. künstliches Pankreas) mit Echtzeit-Glukosemessung und algorithmus-gesteuerter Insulingabe versorgt. In der Gruppe, die über das Closed-Loop-System versorgt wurde, konnte eine signifikant bessere Blutzuckereinstellung erzielt (täglich 8h mehr im Blutzuckerzielbereich) erreicht werden.

Somit konnte die Studie zeigen, dass die Blutzuckereinstellung mit einem Closed-Loop-System, bei Patienten, die künstlich ernährt werden, eine effektive Behandlungsoption sein kann und die Blutzuckerkontrolle verbessert. Obwohl es sich bei der Studie noch um einen Forschungsprototyp handelte, hat die Technologie das Potential zukünftig in die klinische Praxis eingeführt zu werden. In der Praxis kann dem medizinischen Fachpersonal somit ein wirksames und sicheres klinisches Instrument zur Blutzuckereinstellung oder Blutzuckerkontrolle zur Verfügung gestellt werden.1

Die Preisverleihung nahm Dr. Dietmar Stippler, Leiter Gesundheitspolitik der Nutricia GmbH gemeinsam mit Prof. Dr. Zeno Stanga als Mitglied der wissenschaftlichen Jury am 29.05 2019 im Inselspital Bern vor. „Die prämierte Studie zeigt eine hohe wissenschaftliche und praktische Relevanz und wir freuen uns sehr, in diesem Jahr wieder eine junge Wissenschaftlerin mit dem Nutricia Förderpreis auszeichnen zu können, die sich sowohl für mechanistische und praxisorientierte klinische Forschung als auch für deren praktische Anwendung einsetzt. Wissenschaftlicher Fortschritt im Bereich Ernährungsmedizin und praktische Relevanz sind uns ein wichtiges Anliegen. Mit Stiftung und Verleihung dieses Förderpreises möchten wir dazu einen Beitrag leisten“, so Dietmar Stippler.

Seit 2002 verleiht die Nutricia GmbH jährlich den Nutricia Förderpreis für medizinische Ernährungsforschung (ehemals Dr.-Werner-Fekl-Förderpreis) an Nachwuchswissenschaftler. Der mit 5.000 Euro dotierte und in Kooperation mit DGEM und GESKES verliehene Preis soll junge Forscher dabei unterstützen, neue Erkenntnisse in einem der vielfältigen Themenbereiche der Ernährungsmedizin zu gewinnen. Ziel der Förderung ist, die Versorgung von Patienten, die auf medizinische Ernährung angewiesen sind, kontinuierlich zu verbessern.

Spezialist auf dem Gebiet der medizinisch enteralen Ernährung

Die Nutricia GmbH mit Sitz in Erlangen ist Spezialist für medizinisch enterale Ernährung. Das Unternehmen bietet Konzepte zur Patientenversorgung im stationären und ambulanten Bereich. Zum Sortiment gehören Trink- und Sondennahrung für Kinder und Erwachsene, Applikationssysteme, Ernährungssonden und Ernährungspumpen sowie spezielle Produkte zur Ernährungstherapie bei seltenen, erblichen Stoffwechselstörungen. International ist Nutricia ein Teil der Medical Nutrition Sparte von Danone.

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Quellen

1. Boughton Ch and Bally L et al. Fully closed-loop insulin delivery to manage inpatient nutrition support on the general ward: A randomised controlled parallel design study, www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30935872