Glossar - Erklärenswert

Mit unserem Glossar möchten wir Ihnen Klarheit und Orientierung geben im Bereich der medizinischen enteralen Ernährung und der Ernährungstherapie.

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Abführmittel (Laxantien)

Ein Abführmittel führt zu einer beschleunigten Darmentleerung bei Verstopfung (Obstipation).

Adipositas

siehe Körpergewicht

Aminosäuren

Aminosäuren sind kleine Bausteine, die – zu Ketten verbunden – das Eiweiß bilden. Nicht alle Aminosäuren, die der menschliche Körper benötigt, kann er selbst herstellen. Diese essenziellen (lebensnotwendigen)Nährstoffe müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Die Eiweißquelle in Trink- und Sondennahrung ist so zusammengesetzt, dass eine Versorgung mit diesen wichtigen Aminosäuren gewährleistet ist.

Amylase

Amylase (von griechisch Amylon = Stärkemehl) ist ein Enzym, das im Speichel enthalten ist und Stärke aus der Nahrung spaltet.

Amylaseresistenz

Als amylaseresistent werden Instant -Dickungsmittel bezeichnet, die nicht durch die im Speichel vorkommende Amylase gespalten werden. Die für Patienten mit Schluckstörungen speziell angedickten Speisen und Getränke behalten deshalb ihre Konsistenz auch bei längerem Verbleib im Mund bei und verflüssigen sich nicht. Die Aspirationsgefahr kann so gesenkt werden.

Anreichern von Sondennahrung

Standard-Sondennahrungen sind diätetische Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (Bilanzierte Diäten) und erfüllen als solche die Vorgaben der Diätverordnung für vollständig bilanzierte Standard-Nährstoffformulierungen. Mit vollbilanzierten Sondennahrungen wird ein gesunder Mensch bei Gabe von 1.500 Kalorien mit allen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen adäquat versorgt. Ein Anreichern mit Kalorien, Vitaminen, Mineralstoffen oder Spurenelementen ist somit im Normalfall nicht notwendig.

Appetitlosigkeit

Bestimmte Erkrankungen und körperliche Schwäche führen häufig zu Appetitlosigkeit. Die Nahrungsaufnahme wird so für viele Patienten zum Problem. Ein Mangel an Energie und Nährstoffen ist die Folge. Kann eine ausreichende Energie- und Nährstoffversorgung mit herkömmlichen Lebensmitteln nicht sichergestellt werden, ist eine gezielte Ernährungstherapie mit Trinknahrung hilfreich.

Aspiration

Der Begriff Aspiration hat in der Medizin zwei Bedeutungen:
• das Ansaugen von Flüssigkeiten o.ä. mit einer Spritze oder ähnlichem
• das Einatmen von körpereigenen Sekreten (Speichel oder Mageninhalt) sowie körperfremden, festen und flüssigen Substanzen in die Atemwege.
Wenn der obere Magenschließmuskel nicht ausreichend schließt, kann bei liegenden Patienten Mageninhalt zurück in die Speiseröhre fliessen, bei fehlendem Hustenreflex über den Kehlkopf in die Atemwege gelangen und eine Entzündung hervorrufen. Während der Sondenernährung und bis etwa eine Stunde danach sollte der Patient zur Reduzierung der Aspirationsgefahr deshalb hoch gelagert werden, idealerweise sitzen.

Aspirationskontrolle

Aspirationskontrolle ist die Überprüfung des Gehalts an Nahrungsresten im Magen zur Abschätzung eines Aspirationsrisikos. Lässt sich im Rahmen dieser Kontrolle mehr als die Hälfte der letzten Nahrungsportion aspirieren, sollte eine erneute Nahrungsgabe hinausgezögert werden, da ein erhöhtes Aspirationsrisiko besteht. Nach etwa 1 Stunde sollte erneut eine Aspirationskontrolle erfolgen.

Aspirationsprophylaxe

Hierunter werden Vorsichtsmaßnahmen verstanden, die die Gefahr einer Aspiration vermindern.

Auskultation

Auskultation bedeutet in der Medizin das Abhören des Körpers, typischerweise mit einem Stethoskop. Nach Anlage einer perkutanen Sonde wird der Bauch vor der ersten Nahrungsgabe mit einem Stethoskop auf Darmgeräusche abgehört.

Austauschsonde

Wenn eine PEG-Sonde defekt ist und ausgewechselt werden muss, können andere Sondensysteme mit gleicher Funktion verwendet werden. Sie werden einfach von außen in das bestehende Stoma geschoben und durch einen flüssigkeitsgefüllten Ballon im Magen festgehalten. Typische Austauschsonden sind der sogenannte Gastrotube oder der Button („Knopf“).

Austrocknung (Dehydration)

Eine erhöhte Umgebungstemperatur, Fieber, verringerte Flüssigkeitsaufnahme oder Flüssigkeitsverlust über bestimmte Organe führen zu einer Abnahme der Wassermenge
im Körper. Eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr ist in diesem Fall notwendig, da sonst die Gefahr einer Austrocknung des Körpers (Exsikkose) besteht (siehe auch Flüssigkeitsbedarf).

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