Land:
Eine ausgewogene Ernährung spielt bei Parkinson eine wichtige Rolle – Zum einen für das allgemeine Wohlbefinden, zum anderen ist es wichtig ausreichend Energie und Nährstoffe zu sich zu nehmen, um so genügend Kraft für therapeutische Maßnahmen aufzubringen und die Herausforderungen im Alltag zu erleichtern. All dies kann dazu beitragen, sich besser zu fühlen und Selbstständigkeit zu bewahren.
Auf dieser Seite erfährst Du mehr zu diesem Thema und darüber, was tun kannst, um deinen Körper bestmöglich zu versorgen.
Auf dieser Seite
Mangelernährung bei Parkinson: Ursachen und Folgen
Erste Anzeichen einer möglichen Mangelernährung bei Parkinson
Wenn du an Parkinson erkrankt bist, kann sich das auch auf dein Essverhalten auswirken – oft schon früh im Krankheitsverlauf. Vielleicht merkst du, dass du schneller satt bist, weniger Appetit hast oder das Essen anstrengender wird. Solche Veränderungen sind bei einer Parkinson-Erkrankung nicht ungewöhnlich – und sie können Frühsignale für eine beginnende Mangelernährung darstellen.
Ursachen der Mangelernährung bei Parkinson
Die Gründe für eine unzureichende Nährstoffzufuhr sind vielfältig, zum Beispiel:
- Typische motorische Symptome wie Zittern, Muskelsteifheit und eine Verlangsamung der Bewegungen können die selbstständige Nahrungsaufnahme erschweren
- Eine verzögerte Magenentleerung tritt bei Parkinson häufig auf und kann dazu führen, dass Du dich bereits nach kleinen Portionen satt fühlst und lange ein Völlegefühl hast.
- Medikamenteneinnahme: Damit die Medikamente bestmöglich wirken können, ist es wichtig, bestimmte Essensabstände einzuhalten. Das kann dazu führen, dass weniger gegessen wird als nötig.
- Schluckbeschwerden (Dysphagie) können das Essen mühsam oder unangenehm machen und führen häufig zur Vermeidung von Mahlzeiten.
Durch diese Faktoren kann es sein, dass dein Körper nicht mehr ausreichend mit Energie und Nährstoffen versorgt wird – oft, ohne dass es sofort auffällt.
Bleibt die Nahrungsaufnahme über längere Zeit eingeschränkt, kann das zu ungewolltem Gewichtsverlust und einer Mangelernährung führen, was den Körper zusätzlich schwächt und alltägliche Aufgaben noch herausfordernder macht.
Deshalb ist es wichtig, frühzeitig auf solche Anzeichen zu achten – und gemeinsam mit deinem behandelnden Arzt / behandelnde Ärztin und dem medizinischem Betreuungsteam Wege zu finden, wie du gut versorgt bleibst.
Folgen für Lebensqualität
Als an Parkinson erkrankte Person, ist es besonders wichtig, sich ausgewogen zu ernähren, denn dadurch kann die Energie- und Nährstoffaufnahme gesteigert werden. Dies hilft, die Kraft für physiotherapeutische und ergotherapeutische Maßnahmen zu erhöhen und die Herausforderungen im Alltag zu erleichtern. All dies kann dazu beitragen, sich besser zu fühlen und Selbstständigkeit zu bewahren.
Kriterien und Instrumente für die Diagnose einer krankheitsspezifischen Mangelernährung
Gerade bei Parkinson ist es besonders wichtig, Dein Körpergewicht regelmäßig im Blick zu behalten und achtsam gegenüber einer Mangelernährung zu sein. Dein Körpergewicht sollte idealerweise alle drei Monate kontrolliert werden, und bei deutlichen Veränderungen der Krankheitssymptome und Gewichtsverlust mindestens einmal im Monat.
Ernährungsscreening
Wenn du bei den Fragen im Anamnesebogen Auffälligkeiten bemerkst, sollte im zweiten Schritt ein sogenanntes Ernährungsscreening folgen. Dabei handelt es sich um ein einfaches Instrument zur Früherkennung, mit dem dein Ernährungszustand und das Risiko für Mangelernährung systematisch eingeschätzt werden können.
Einen ersten Check kannst du ganz unkompliziert online unter nutricia.de/ernaehrungscheck durchführen. Besprich das Ergebnis mit deinem Arzt, deiner Ärztin oder einer Ernährungsfachkraft.
Wie funktioniert das Screening?
Um frühzeitig Hinweise auf eine mögliche Mangelernährung zu erkennen, kommen standardisierte Fragebögen zum Einsatz. Diese bestehen aus wenigen, aber sehr aussagekräftigen Fragen zu:
- Deinem Body-Mass-Index (BMI)
- Ungewolltem Gewichtsverlust
- Veränderungen im Essverhalten
Aus Deinen Antworten wird ein sogenannter „Score“ berechnet, der den aktuellen Ernährungszustand einschätzt. Je nach Höhe dieses Scores lässt sich erkennen, ob bereits eine Mangelernährung vorliegt oder ob ein erhöhtes Risiko dafür besteht.
Ernährungstherapie bei Parkinson: Ziele, Maßnahmen und Vorteile
Die Ernährungstherapie ist ein wichtiger Bestandteil der unterstützenden Behandlung bei Parkinson. Sie hilft dabei, den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen und einer Mangelernährung vorzubeugen.
So kann die Ernährungstherapie dazu beitragen, den Gesundheitszustand zu stabilisieren und die Lebensqualität zu erhalten.
Ziele der Ernährungstherapie
- Mehr Kraft: Ein Gewichtsverlust, vor allem der Verlust an Muskelmasse, kann zu Stürzen und Knochenbrüchen führen. Eine energiereiche Ernährung kann dabei helfen, Gewichtsverlust zu verhindern und die allgemeine Gesundheit zu unterstützen.
- Bessere Medikamentenwirkung: Der Wirkstoff Levodopa (auch "L-Dopa" genannt) wirkt schlechter im Beisein von eiweißhaltigem Essen. Deshalb sollten L-Dopa-haltige Medikamente mindestens 30 Minuten vor dem Essen eingenommen werden. In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, eiweißreiche Speisen erst abends zu essen. Wichtig zu wissen: eine ausreichende Eiweißzufuhr ist wichtig, um einem Abbau von Muskelmasse und Muskelkraft entgegen zu wirken – besonders bei älteren Menschen mit Parkinson.
- Bessere Verdauung: Eine ballaststoffreiche Ernährung zusammen mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr und regelmäßiger Bewegung kann helfen, Verdauungsprobleme wie Verstopfung zu mildern.
- Stärkung des Immunsystems: Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine – eine ausgewogene Ernährung ist wichtig für das Immunsystem, kann entzündungshemmend wirken und dabei helfen, sich insgesamt besser zu fühlen.
Wie Fortimel Dich unterstützen kann
Trotz getroffener Maßnahmen kann es sein, dass die normale Ernährung einfach nicht mehr ausreicht, um den Energie- und Nährstoffbedarf Deines Körpers zu decken. Damit bist Du nicht allein – als Folge von verringerter Energieaufnahme und erhöhtem Energieverbrauch leiden bis zu 25% aller Parkinson-Erkrankten unter einer Mangelernährung.
In diesem Fall kann medizinische Trinknahrung wie die von Fortimel® dabei helfen, Deine normale Ernährung zu ergänzen *und den Nährstoff- und Energiebedarf Deines Körpers zu decken. Trinknahrungen sind leicht einzunehmen und liefern neben Makronährstoffen wie Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten auch Mikronährstoffe (bei vollbilanzierten Nahrungen gesetzlich vorgeschrieben).
*auch zur ausschließlichen Ernährung geeignet
Wichtiger Hinweise zum Verzehr
Fortimel® wirkt am besten, wenn du die Trinknahrung über den Tag verteilst, zusätzlich zu Deinen Mahlzeiten trinkst. Je nach Energiebedarf und Energiedefizit empfehlen wir 1–3 Flaschen täglich. Darüber hinaus eignet sich Fortimel® auch zur ausschließlichen Ernährung, sofern dies medizinisch erforderlich ist.
Die genaue Anwendung hängt von Deinem individuellen Bedarf ab. Daher solltest Du die Verwendung von medizinischer Trinknahrung unbedingt mit Deinem Arzt/Deiner Ärztin oder einer Ernährungsfachkraft besprechen.
Bitte beachte: Trinknahrung von Fortimel® enthält Eiweiß. Damit Deine Medikation gut wirken kann achte auf einen zeitlichen Abstand. Idealerweise nimmst du Levodopa 30 Minuten ein, bevor Du Fortimel zu dir nimmst. Bei motorischen Fluktuationen kann es sinnvoll sein, eiweißreiche Trinknahrung abends (im medikationsfreien Intervall) einzunehmen.
Mehr Nährstoffe durch medizinische Trinknahrungen mit Fortimel®
Für Patient:innen mit Parkinson und krankheitsbedingter Mangelernährung bieten wir ein breites Portfolio an medizinischer Trinknahrung an, das verschiedene Bedürfnisse abdecken kann. Die Auswahl eines geeigneten Produkts richtet sich stets nach der individuellen Situation und muss durch eine ärztliche oder ernährungsfachliche Empfehlung erfolgen.
- Fortimel® Plantbased Protein 2: Eine pflanzliche, hochkalorische Trinknahrung (2 kcal/ml) mit 20 g Protein pro 200-ml-Flasche, vegan und glutenfrei
- Fortimel® Jucy Plus 1.5: Eine fruchtige, klare hochkalorische Trinknahrung (1.5 kcal/ml), Gluten- Laktose & fettfrei: Für Patienten mit einer Aversion gegen Milch
- Fortimel® Creme Protein 1.6: Eine proteinreiche, löffelbare hochkalorische Trinknahrung (1.6 kcal/ml) Trinknahrung, Gluten- & laktosefrei
- Fortimel®Compact Protein 2.4: eine vollbilanzierte, proteinreiche und hochkalorische Trinknahrung (2,4 kcal/ml) ohne Ballaststoffe, glutenfrei & laktosearm
Unser persönlicher Service für Dich
Das Thema Trinknahrung ist vielleicht neu für Dich und Du hast Fragen dazu. Unser Team von der Produktberatung ist persönlich für Dich da und berät Dich gerne zu unseren Fortimel® Produkten, medizinischer Trinknahrung im Allgemeinen und bei allen weiteren Fragen rund um Ernährung bei Parkinson. Natürlich ist dieser Service kostenlos!
Neben unserer Produktberatung steht dir auch unser engagiertes Ernährungsteam zur Seite – bestehend aus examinierten Gesundheits- und Krankenpfleger:innen, die dich individuell unterstützen. Seit 2022 sind sie speziell in der medizinischen Ernährungstherapie bei neurologischen Erkrankungen wie Parkinson geschult. Du erhältst eine:n persönliche:n Ansprechpartner:in, der oder die sich kostenfrei und umfassend um deine Anliegen kümmert:
- Klärung der Kostenübernahme mit Deiner Krankenkasse
- Beschaffung der Folgerezepte von Deinem Arzt/ Deiner Ärztin
- Kostenlose* Lieferung der Trinknahrung direkt zu Dir nach Hause
Erwähne einfach im Gespräch mit unserer Produktberatung, dass Du gerne vom Ernährungsteam unterstützt werden möchtest.
Du erreichst unsere Produktberatung montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr unter der kostenfreien Telefonnummer 00800/700 500 00. Du möchtest uns lieber schreiben oder zu einem anderen Thema kontaktieren? Dann nutzen Sie gerne unser Kontaktformular und wählen Dein Anliegen aus. Wir nehmen uns gerne Zeit für Dich!
Sie haben Fragen zu unseren Produkten oder zu Ihrer Bestellung im Onlineshop?
Wir sind für Sie da und beraten Sie gerne zu unserem Produktsortiment, zu medizinisch enteraler Ernährung im Allgemeinen oder helfen Ihnen bei Fragen rund um den Onlineshop weiter – ganz einfach telefonisch oder per E-Mail. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!
Fortimel® Trinknahrungen sind Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (bilanzierte Diät). Zum Diätmanagement bei Erkrankten mit fehlender oder eingeschränkter Fähigkeit zur ausreichenden normalen Ernährung bzw. mit krankheitsbedingter Mangelernährung. Nur unter ärztlicher Aufsicht verwenden.