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Der Beginn einer Sondenernährung ist für viele Familien eine große Veränderung – oft begleitet von gemischten Gefühlen. Vielleicht empfinden Sie Erleichterung, weil Ihr Kind nun zuverlässig versorgt wird, gleichzeitig tauchen Fragen und Sorgen auf: Welche Sonde ist die richtige? Wie funktioniert die Applikation? Was tun bei Komplikationen?
Diese Seite möchte Ihnen Sicherheit geben. Sie finden hier verständliche Informationen zu den verschiedenen Sondenarten, zur Applikationstechnik und zu bewährten Tipps für einen guten Start. Schritt für Schritt gewinnen Sie Vertrauen – und erleben, wie sehr Ihr Kind von einer stabilen Ernährung profitiert.
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Warum ein guter Ernährungsstatus so wichtig ist
Probleme bei der Nahrungsaufnahme können viele Ursachen haben – etwa Reflux, Kau- oder Schluckbeschwerden. Schwierigkeiten treten auch auf, wenn Hunger oder Vorlieben nicht ausgedrückt werden können, wenn Körperhaltung oder motorische Einschränkungen die Mahlzeiten verlängern oder wenn Medikamente den Appetit mindern. Sollte es dann zu einer Mangelernährung kommen, kann eine Sonde – oft auch nur vorübergehend – eine sinnvolle Alternative sein, damit Ihr Kind alle wichtigen Nährstoffe bekommt.
Ein guter Ernährungsstatus...
- verbessert den Behandlungserfolg
- unterstützt Wachstum und Entwicklung
- stärkt die Abwehrkräfte
- fördert die Wundheilung
Für Kind und Familie bedeutet dies: Mehr Lebensqualität, weniger Stress bei der Nahrungsgabe, kürzere Mahlzeiten, weniger Krankenhausaufenthalte und mehr gemeinsame gute Zeit.
Wie entwickelt sich mein Kind?
Ein stabiler Ernährungsstatus ist entscheidend für Wachstum und Entwicklung. Mit dem Nutricia-Perzentilenrechner können Sie nachvollziehen, wie sich Größe und Gewicht Ihres Kindes im Vergleich zu anderen Kindern gleichen Alters entwickeln.
Welche verschiedenen Arten von Ernährungssonden gibt es?
Aufgrund der spezifischen Bedürfnisse Ihres Kindes entscheidet die behandelnde Kinderärztin oder der Kinderarzt, oder eine Ernährungsfachkraft zusammen mit Ihnen, welche Art der Sondenernährung für Ihr Kind genau die richtige ist. Für die Applikation der Sondenernährung gibt es verschiedene Methoden, von denen Sie vielleicht schon gehört haben:.
Alle Ernährungssonden unterscheiden sich ein wenig in der Art der Platzierung, doch haben sie den gleichen Zweck: Über sie wird Ihr Kind mit allen Nährstoffen versorgt, die es zum Wachsen braucht – damit es die Kraft hat, die es benötigt, um sich optimal zu entwickeln.
Zum besseren Verständnis gibt die untenstehende Tabelle einen Überblick über die Hauptarten von Ernährungssonden und die wichtigsten Vor- und Nachteile eines jeden Modells.
Art der Ernährungssonde | Wichtigste Vor- und Nachteile |
| GASTROSTOMIESONDEN für Neuanlage PEG-Sonde | Vorteile: weniger sichtbar als die nasogastrale Sonde Nachteile: chirurgischer Eingriff zur Platzierung notwendig; erfordert sorgfältige Pflege des Stomas zur Vermeidung von Infektionen |
Ballon-Gastrostomiesonde | Vorteile: weniger sichtbar als die nasogastrale Sonde und auch die PEG-Sonde, kein chirurgischer Eingriff für die Platzierung erforderlich Nachteile: erfordert sorgfältige Pflege des Stomas zur Vermeidung von Infektionen |
| NASOGASTRALE SONDEN | Vorteile: kein chirurgischer Eingriff für die Platzierung erforderlich Nachteile: sichtbarer als Gastrostomiesonden; die Einführung kann als unangenehm empfunden werden; evtl. Beeinträchtigung des Schluckreflexes durch die Lage im Rachenbereich |
Welche Applikationstechnik benötigen wir, um mit der Sondenernährung zu beginnen?
Damit die Sondenernährung zu Hause von Beginn an sicher und gut gelingt, erhalten Sie die passende Ausstattung. Fachpersonal stellt Ihnen alle benötigten Materialien zur Verfügung und erklärt Ihnen Schritt für Schritt den richtigen Umgang damit.
Eine ERNÄHRUNGSPUMPE ist ein Gerät, das die Sondennahrung durch die Sonde automatisch mit einer bestimmten Fließgeschwindigkeit leitet.
Der SICHERHEITSVERBINDER ist ein kleiner Verlängerungsschlauch, der den Button mit dem Überleitgerät verbindet.
Ein ÜBERLEITGERÄT (ÜLG) ist ein Plastikschlauch, der an einem Ende an den Behälter mit der Sondennahrung und am anderen Ende an der Sonde oder dem Sicherheitsverbinder befestigt wird.
Eine SPRITZE wird verwendet, um die Sonde oder das Überleitgerät zu spülen. Falls erforderlich, kann eine Spritze auch verwendet werden, um Medikamente oder Nahrung zu verabreichen.
Wie erfolgt die Nahrungsapplikation?
Die Nahrungsapplikation kann mit einer Ernährungspumpe oder einer Spritze verabreicht werden.
Kontrollieren Sie die Lage der Sonde, bevor Sie mit der Nahrungsgabe beginnen. Die Überleitgeräte dürfen nur 24 Stunden verwendet werden. Benutzen Sie daher täglich ein neues!
Manchmal hilft es, komplexe Themen spielerisch zu erklären – besonders für Kinder. Unsere liebevoll gestalteten Broschüren begleiten Ihr Kind und Sie auf dem Weg zur Sondenernährung. Mit Geschichten, Reimen, Ausmalbildern und Rätseln machen sie die neue Situation verständlich und weniger beängstigend. Entdecken Sie unsere vier tierischen Freunde!
Welche Sondennahrung ist die richtige?
Eine gute Ernährung gibt Kindern Kraft und die Möglichkeit, sich gut zu entwickeln. Bei der Entscheidung über die richtige Sondennahrung werden die Kinderärztin oder der Kinderarzt Ihres Kindes gemeinsam mit Ihnen die richtige Lösung finden. Die Art der Sondennahrung hängt von vielen Faktoren ab, z. B. dem Alter, dem Wachstum und möglichen Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
Sondenkost für Babys und Kinder enthält gemäß den gesetzlichen Vorgaben alle Nährstoffe, die für eine ausgewogene Ernährung notwendig sind. Da Säuglinge und Kinder sich noch im Wachstum befinden, haben sie ganz besondere Anforderungen an ihre Ernährung, die sich auch im Laufe ihrer Entwicklung immer wieder ändern.
Es gibt daher speziell für Kinder und Säuglinge entwickelte Sondennahrungen, die optimal an den Energie- und Nährstoffbedarf von Babys und Kindern der jeweiligen Entwicklungsstufe angepasst sind.
Gebrauchsfertige Sondennahrung bietet viele Vorteile: |
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Selbstgemachte Sondennahrungen werden manchmal statt gebrauchsfertiger Sondennahrung eingesetzt, sind aber nicht unbedingt empfehlenswert. Daher sollten Sie den Einsatz von selbstgemachter Sondenkost vorher mit der behandelnden Kinderärztin oder dem Kinderarzt bzw. der Ernährungsfachkraft besprechen.
Oft ist es schwierig, den richtigen Gehalt an Nährstoffen und Kalorien bei jeder Mahlzeit einzuhalten. Oder es entstehen durch die notwendige Verdünnung Volumina, die nur schlecht vertragen werden können. Zudem können andere Schwierigkeiten wie mögliche Verstopfungen der Sonde oder sogar eine bakterielle Kontamination, die zu Magen-Darm Beschwerden führen können, auftreten.
Basierend auf der Beratung durch die behandelnde Kinderärztin bzw. den behandelnden Kinderarzt oder Ernährungsfachkraft, ziehen es viele Eltern vor, ihrem Kind eine kombinierte Kost zu bieten, indem sie ihrem Kind zusätzlich zur Sondennahrung auch oral Nahrung verabreichen. Ob diese Methode geeignet ist oder nicht, hängt allein vom Kind ab.
Manche Kinder essen gern während des Tages und werden nachts mit der Sondennahrung versorgt, während andere nur nach den Mahlzeiten Sondennahrung erhalten, wenn die orale Nahrungsaufnahme nicht ausreichend ist. In manchen Fällen lehnen Kinder die orale Nahrungsaufnahme sogar ab, weil sie es als unangenehm empfinden oder weil die Ärztin oder der Arzt davon abgeraten hat.
In manchen Fällen können Sie Ihrem Kind auch Medikamente über die Sonde verabreichen; so vermeiden Sie die üblichen Probleme, die mit dem Geschmack oder dem Schlucken bei der oralen Medikamenteneinnahme einhergehen.
Klären Sie mit Ihrer Apothekerin oder Ihrem Apotheker, ob die Medikamente auf vollen oder nüchternen Magen einzunehmen sind und wie die Medikamenteneinnahme am besten erfolgen sollte, d. h. ob die Medikamente flüssig, als Tablette oder Kapsel eingenommen werden sollten. Wichtig ist, dass Sie die Medikamente nicht mit der Sondennahrung mischen und die Sonde vor und nach jeder Gabe sorgfältig spülen.
Welche Applikation empfiehlt sich für unser Kind?
Die behandelnde Kinderärztin bzw. der behandelnde Kinderarzt oder eine Ernährungsfachkraft Ihres Kindes wird mit Ihnen abstimmen, welche Applikationsmethode für Ihr Kind am besten geeignet ist. Auch dies kann wiederum sowohl von den Vorlieben Ihres Kindes als auch vom ärztlichen Rat abhängen.
Möglich sind entweder die kontinuierliche Ernährung (Dauertropf), die intermittierende Applikation (Bolusgabe) oder sogar eine Kombination aus beiden Methoden.
Was tun bei Komplikationen?
Gelegentlich kann auch einmal etwas „schief gehen“, und Missgeschicke können auch dann passieren, wenn Sie schon sehr erfahren im Umgang mit der Sondenernährung sind.
Wenden Sie sich auf jeden Fall immer an Ihre behandelnde Kinderärztin bzw. den behandelnden Kinderarzt oder an eine Ernährungsfachkraft oder suchen Sie das örtliche Krankenhaus auf, wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Sie mit der Sonde umgehen sollen oder wenn andere Probleme auftreten.
Wenn Ihr Kind zum Beispiel unter Durchfall, Verstopfung oder einer Magenverstimmung leidet oder die Pumpe ausfällt, steht Ihnen immer jemand zur Verfügung, der Ihnen erklären kann, wie Sie in dieser Situation handeln sollen.
In folgenden Fällen ist es ratsam, das örtliche Krankenhaus aufzusuchen: |
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Praktische Begleiter für mehr Sicherheit: Hilfreiche Vorlagen und Checklisten zum Download
Damit Sie im Alltag mit der Sonde jederzeit gut vorbereitet sind, haben wir für Sie hilfreiche Materialien zusammengestellt. Laden Sie alle Checklisten und Vorlagen herunter – für mehr Sicherheit und weniger Stress.
Mehr erfahren rund um die Sondenernährung
Mehr erfahren: Ihre Anlaufstellen für Rat & Austausch
Manchmal hilft ein zusätzlicher Blick von außen – sei es durch den Austausch mit anderen Eltern oder durch die Unterstützung erfahrener Organisationen. Im folgenden Abschnitt finden Sie eine sorgfältig ausgewählte Übersicht an Anlaufstellen, die Ihnen online mit Informationen, Rat und Begleitung rund um das Thema Sondenernährung zur Seite stehen:
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