Blut im Stuhl oder Blutauflagerungen sind ernstzunehmende Warnsignale

Diese sollten schnellstmöglich untersucht werden. Bei Kindern ist dies ein häufiger Grund für einen Arztbesuch.

Blut in der Windel beim Baby?

Blut im Stuhl kann verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören z.B. Infektionen, entzündliche Veränderungen der Darmschleimhaut, Ausstülpungen der Schleimhaut oder auch Analfissuren. Bei Letzteren reißt die empfindliche Schleimhaut im Analkanal ein und es kommt zu Blutungen. Beim Stuhlgang verursachen diese Einrisse unangenehme Schmerzen. Verstopfung und starkes Pressen bei der Stuhlentleerung begünstigen die Entstehung einer Fissur. Darüber hinaus gibt es weitere Auslöser, die mit dem Kinderarzt abgeklärt werden sollten.

Häufig ist eine Kuhmilchallergie die Ursache, in deren Folge es zu einer Entzündung der Dickdarmschleimhaut (allergische Kolitis) kommt. Die Stühle werden blutig bis schleimig, manchmal tritt zusätzlich Durchfall auf. Wie bei den meisten Symptomen der Kuhmilchallergie im Magen-Darm-Trakt ist die Allergie nicht-IgE vermittelt, so dass Blut- und Hauttests in der Regel negativ sind. Experten raten daher zu einer milchfreien Eliminationsdiät über 2-4 Wochen. Ausführliche Informationen zum Vorgehen bei Verdacht auf eine Kuhmilchallergie finden sich hier.

Eine sorgfältige Untersuchung bei Blut im Stuhl sowie eine umfassende Befragung der Eltern zur Entwicklung des Kindes und seinen Besonderheiten sind wesentliche Grundlagen für die Diagnosestellung. Neben dem behandelnden Kinderarzt sind vor allem Kindergastroenterologen die richtigen Ansprechpartner bei diesen Fragen. Unter www.gpge.de findet man eine bundesweite Liste aller auf Kinder spezialisierte Gastroenterologen.