Herausragende Studien im Bereich der Ernährungsmedizin ausgezeichnet

Dresden/Erlangen, 10. Juni 2016 – Im Rahmen der 15. Dreiländertagung der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) in Kooperation mit der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft Klinische Ernährung (AKE) und der Gesellschaft für Klinische Ernährung der Schweiz (GESKES), wurde in Dresden der mit 5.000 Euro dotierte Nutricia Förderpreis für medizinische Ernährungsforschung 2016 verliehen. In diesem Jahr wurden gleich zwei Wissenschaftlerinnen ausgezeichnet: Dr. Marie-Christine Simon, Deutsches Diabetes Zentrum, Düsseldorf, für ihre Studie zum Einfluss von Probiotika auf Insulinsensitivität und -sekretion sowie Dr. Nicole Stobäus, Charité - Universitätsmedizin Berlin, für ihre Forschungsarbeit zur Energie- und Proteinversorgung von Krebspatienten unter Chemotherapie.

Dr. Marie-Christine Simon untersuchte, ob die tägliche Einnahme von Probiotika zu einer Veränderung von Insulinsensitivität und Insulinsekretion führen kann. Sie untersuchte 21 gesunde Probanden und stellte fest, dass durch die tägliche Einnahme von Probiotika die Insulinausschüttung signifikant erhöht wurde, während die Insulinsensitivität des Körpers unbeeinflusst blieb. Diese Ergebnisse könnten neue Ansätze zur Prävention und Behandlung des Typ-2-Diabetes liefern.1

Dr. Nicole Stobäus befasste sich in einer prospektiven Observationsstudie damit, welche Bedeutung der Energie- und Proteinaufnahme im Hinblick auf tumorassoziierte Fatigue und auf die Sechs-Monats-Mortalität bei Krebspatienten unter Chemotherapie zukommt. Dafür wurde die fettfreie Körpermasse von 285 Patienten bestimmt, ihre Nahrungsaufnahme über 24 Stunden abgefragt und die Sechs-Monats-Mortalität und Lebensqualität der Patienten erfasst. Bei 66% der Teilnehmer wurde eine geringe Proteinaufnahme festgestellt, die den stärksten Beitrag zur tumorassoziierten Fatigue leistete und einen wichtigen Einflussfaktor für eine erhöhte Sechs-Monats-Mortalität darstellt. Die Studienergebnisse zeigen, welche Bedeutung einer adäquaten Nahrungsaufnahme bei Krebspatienten unter Chemotherapie zukommt.2

Die Preisverleihung nahmen der Juryvorsitzende Prof. Dr. Peter Stehle, Universität Bonn, und Ulrich Zihla, Geschäftsführer der Nutricia GmbH, vor. „Beide prämierten Studien weisen eine hohe wissenschaftliche und praktische Relevanz auf, da die Ergebnisse neue Ansätze für die Therapie liefern beziehungsweise den Stellenwert der medizinischen Ernährung im Rahmen einer Gesamttherapie unterstreichen“, so Stehle. „Wir freuen uns sehr, in diesem Jahr gleich zwei junge Wissenschaftlerinnen mit dem Nutricia Förderpreis auszeichnen zu können. Der Fortschritt der Forschung im Bereich Ernährungsmedizin ist uns ein besonderes Anliegen, zu dem wir durch die Verleihung des Förderpreises gerne einen Beitrag leisten“, so Ulrich Zihla. 

Bereits seit 2002 verleiht die Nutricia GmbH jährlich den Nutricia Förderpreis für medizinische Ernährungsforschung (ehemals Dr.-Werner-Fekl-Förderpreis) an Nachwuchswissenschaftler. Der mit 5.000 Euro dotierte und in Kooperation mit DGEM und GESKES verliehene Preis soll junge Forscher dabei unterstützen, neue Erkenntnisse in einem der vielfältigen Themenbereiche der Ernährungsmedizin zu gewinnen. Ziel der Förderung ist, die Versorgung von Patienten, die auf medizinische Ernährung angewiesen sind, kontinuierlich zu verbessern.

Spezialist auf dem Gebiet der medizinisch enteralen Ernährung

Die Nutricia GmbH mit Sitz in Erlangen ist Spezialist für medizinisch enterale Ernährung. Das Unternehmen bietet Konzepte zur Patientenversorgung im stationären und ambulanten Bereich. Zum Sortiment gehören Trink- und Sondennahrung für Kinder und Erwachsene, Applikationssysteme, Ernährungssonden und Ernährungspumpen sowie spezielle Produkte zur Ernährungstherapie bei seltenen, erblichen Stoffwechselstörungen. International ist Nutricia ein Teil der Medical Nutrition Sparte von Danone.

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Quellen

  1. Simon MC et al. Intake of Lactobacillus reuteri improves incretin an insulin secretion in glucose tolerant humans: A Proof of concept. Diabetes Care 2015; 38: 1827-1834
  2. Stobäus N et al. Low Recent Protein Intake Predicts Cancer-related Fatigue and Increased mortality in patients with Advanced Tumor Disease undergoing Chemotherapy. Nutrition and Cancer 2015, 67 (5): 818-824