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Mangelernährung ist ein oft unterschätztes Gesundheitsrisiko – auch in Österreich. Die Folgen reichen von eingeschränkter Lebensqualität und Funktionalität bis hin zu längeren Krankenhausaufenthalten und einer erhöhten Belastung des Gesundheitssystems. Besonders betroffen sind ältere Menschen, Bewohner:innen von Pflegeeinrichtungen sowie onkologische Patient:innen. Studien zeigen, dass die Behandlungskosten für mangelernährte Patient:innen bis zu 38 % höher liegen als bei gut ernährten Personen.
Sonderpublikation mit konkreten Handlungsempfehlungen
Nutricia Österreich und der Verein PRAEVENIRE haben eine Sonderpublikation veröffentlicht, die konkrete Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen zur Bekämpfung von Mangelernährung präsentiert. Im Mittelpunkt stehen dabei:
- Regelmäßige Ernährungsscreenings als Standard in allen intra- und extramuralen Einrichtungen, insbesondere bei Risikogruppen.
- Abrechnungsmöglichkeiten für Ernährungsscreenings als extramurale Kassenleistung.
- Stärkung der interprofessionellen Zusammenarbeit zwischen Ärzteschaft, Pflege und Diätologie.
- Verbesserung der Datenlage, um politische Maßnahmen evidenzbasiert zu gestalten und Einsparpotenziale im Gesundheitsbudget zu realisieren.
Stimmen aus der Praxis
Expert:innen aus verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens betonen die Bedeutung von Screening und frühzeitiger Intervention:
„Das Screening-Konzept ist gut, aber die Zeit für die Durchführung ist in der Primärversorgung nicht vorhanden. In einer Kassenordination gibt es dafür auch keine Honorierung.“
Dr. Erwin Rebhandl Allgemeinmediziner und Präsident von AM Plus
„Auf ein Screening müssen geeignete Maßnahmen der individuellen Ernährungsberatung und -therapie folgen, welche die Kernkompetenz von Diätolog:innen sind. Auch im extramuralen Bereich muss es ausreichend Möglichkeiten für Betroffene geben, eine diätologische Therapie in Anspruch zu nehmen, ohne diese selbst zu finanzieren.“
Susanne Domkar, MSc, vom Verband der Diätologen Österreichs
Politischer Appell: Gemeinsame Verantwortung für nachhaltige Lösungen
Die Sonderpublikation richtet einen klaren Appell an Politik, Gesundheitseinrichtungen und Gesellschaft: Nur durch gemeinsame Anstrengungen und gezielte Maßnahmen kann die Lebensqualität der Betroffenen verbessert und das Gesundheitssystem entlastet werden. Die Einführung von Ernährungsscreenings als Kassenleistung und die Förderung interprofessioneller Zusammenarbeit sind zentrale Forderungen an die politischen Entscheidungsträger:innen.
Über die Initiatoren
- Nutricia Österreich ist der ernährungsmedizinische Geschäftsbereich der Danone Österreich GmbH und engagiert sich seit Jahren für die Verbesserung der Ernährungsversorgung in kritischen Lebensphasen.
- Verein PRAEVENIRE setzt sich als unabhängige Plattform für die Optimierung der solidarischen Gesundheitsversorgung in Österreich ein.
Die vollständige Publikation finden Sie hier.
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