Babynahrung bei Kuhmilchallergie

Es gibt verschiedene Spezialnahrungen bei Kuhmilchallergie, besonders sicher sind Nahrungen auf Basis von non-allergenen Aminosäuren, den kleinsten Bausteinen des Eiweißes ­– fragen Sie Ihren Arzt oder Ärztin danach.

Hier gibt es verschiedenen Möglichkeiten an Babynahrung ohne Kuhmilch.

  • Hypoallergene Spezialnahrung

    Die empfohlenen Nahrungen bestehen aus einem aufgespaltenen Kuhmilcheiweiß und enthalten noch Restallergene aus der Milch. Deshalb werden diese Nahrungen auch als hypoallergen bezeichnet. Einige Kinder kommen mit diesen Nahrungen zurecht.

  • Aminosäurenbasierte Spezialnahrung

    Ersatznahrungen auf Basis von nicht-allergenen Aminosäuren (das sind die kleinsten Eiweißbestandteile) sind besonders sicher, da sie komplett ohne Kuhmilch hergestellt werden. Fragen Sie Ihren Arzt oder Ärztin nach der Nahrung, die für Ihr Kind die sicherste ist. Die meisten Kinderärzte empfehlen aminosäurenbasierte Spezialnahrungen bei einer Kuhmilchallergie. 

Besonders sicher sind Nahrungen auf Basis von non-allergenen Aminosäuren - fragen Sie Ihren Arzt danach. 

H.A. Nahrungen aus dem Supermarkt oder der Drogerie eignen sich nur zur Ernährung bei einem erhöhten Allergierisiko. Sie sind bei bestehender Kuhmilchallergie nicht geeignet. 

Stillen bei Kuhmilchallergie?

Stillen ist die beste Ernährung für Babys. Sie ernährt einen Säugling optimal, schützt ihn vor Infektionen und Allergien und fördert die Mutter-Kind-Bindung. 
Jedoch können auch voll gestillte Kinder Allergien wie eine Kuhmilchallergie entwickeln, da Kuhmilch auch über die Muttermilch aufgenommen werden kann. 
Sie sollten dann für einige Zeit auf Kuhilch in Ihrer Ernährung verzichten und ein Symptomtagebuch führen. Bessern sich die Symptome, besteht bei Ihrem Kind der Verdacht auf eine Kuhmilchallergie und Sie müssen das weitere Vorgehen mit Ihrem Kinderarzt besprechen. Eventuell ist eine Ernährungsberatung notwendig, damit Sie bei längerer kuhmilchfreier Diät ausreichend Nährstoffe für sich und Ihr Baby aufnehmen. 

Was kann ich tun, wenn mein Baby Verdacht auf eine Kuhmilchallergie hat?

  • Machen Sie einen Online-Selbsttest zu Kuhmilchallergie.
  • Verzichten Sie zunächst auf Milchprodukte in Ihrer Ernährung.
  • Führen Sie ein Symptomtagebuch.
  • Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem KinderarztKinderartz oder Ärztin.
  • Greifen Sie unter Rücksprache mit den Ärzten auf Spezialnahrungen zurück. 

Falls die Symptome einer Kuhmiclhallergie unter Ihrer Diät bestehen bleiben, können Sie nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Ärztin versuchsweise das Kind mit einer Spezialnahrung bei Kuhmilchallergie ernähren und während dieser Zeit Ihre Milch abpumpen, bis sich eine Besserung gezeigt hat. Bessern sich die Symptome nicht, so können Sie ohne Einschränkungen in Ihrer Diät weiterstillen. Bitte besprechen Sie dieses Vorgehen unbedingt vorab mit Ihrem Kinderarzt. 

Wenn mein Baby älter wird – welche Babynahrung sollte bei einer Kuhmilchallergie verwendet werden?

In den ersten Lebensmonaten werden Babys ausschließlich gestillt oder erhalten eine Milchnahrung. Kinder mit einer Kuhmilchallergie, die eine Spezialnahrung bekommen, können diese ad libitum trinken, das bedeutet, sie trinken so oft und so viel sie mögen, wie bei einer Pre-Nahrung. Ab dem 5. Monat können Sie die Beikost langsam einführen. Spätestens zum Ende des 6. Monats sollten Sie diesen Schritt gehen. Die Beikosteinführung erfolgt wie bei jedem anderen Kind auch, nur eben ohne Milch und Milchprodukte. Auch auf Soja und Nüsse sollte im 1. Lebensjahr verzichtet werden. Als Ersatz für die Milch nehmen Sie einfach die Spezialnahrung. Bei uns finden Sie außerdem leckere Rezepte für die Beikosteinführung und hilfreiche Tipps zur milchfreien Ernährung.

Mein Kind feiert seinen 1. Geburtstag – was ändert sich bei der Babynahrung?

Nach dem 1. Lebensjahr gibt es große Veränderungen bei Ihrem Kind - die Spezialnahrung bei Kuhmilchallergie passt sich ebenfalls Ihrem Kind an. 
Es ist nun kein Säugling mehr, sondern ein Kleinkind mit anderen Ansprüchen und Bedürfnissen. „Selbstständigkeit“ ist nun ein ganz großes Thema. Das gilt auch für die Nahrungsaufnahme. Babykost ist nicht mehr zeitgemäß, die Kleinen wollen nun essen wie die Großen. Die meisten Kinder beginnen nun am Elterntisch mitzuessen, doch Milch und Milchprodukte bleiben aber auch weiterhin eine ganz wichtige Nährstoffquelle und Hauptlieferanten für Eiweiß und Calcium. Auch kleine Kuhmilchallergiker haben nun andere Bedürfnisse. Altersangepasste Spezialnahrungen sind reicher an Calcium und Eisen und auch sonst den Bedürfnissen der „Großen“ angepasst. Kinder nach dem 1. Lebensjahr sollten mindestens 300 ml Milch pro Tag zu sich nehmen, Kuhmilchallergiker brauchen diese Menge als Spezialnahrung. Bitte fragen Sie Ihren Kinderarzt oder Ärztin nach einem neuen Rezept für die altersadaptierte Spezialnahrung, wie der Neocate Junior, sobald Ihr Kind das erste Lebensjahr erreicht hat.