Mangelernährung und Dysphagie / Kau- oder Schluckstörungen
Der Kau- und Schluckvorgang ist ein komplexes Geschehen, das durch vielfältige Ursachen gestört werden kann. Eine Dysphagie (Kau- oder Schluckstörung) kann in vielen Ausprägungen auftreten.
Neben einer Mangelversorgung des Körpers aufgrund der unzureichenden Nährstoff- und Flüssigkeitszufuhr droht bei einer nicht adäquat behandelten Dysphagie die Gefahr, dass Nahrungsbestandteile über die Luftröhre in die Lunge gelangen (Aspiration).
Altersbedingte körperliche Veränderungen, aber auch neurologische Erkrankungen wie z.B. Schlaganfall sind die häufigsten Ursachen für das Auftreten von Schluckstörungen. Die Schwierigkeiten beim Schlucken, die sich häufig in „Verschlucken“ oder Husten äußern, führen zu einer Verminderung der Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr.
Zusätzlich zu der dadurch drohenden Mangelernährung und Austrocknung stellt das Eindringen von Nahrungsbestandteilen in die Lunge und die daraus resultierende Gefahr von Lungenentzündungen (Pneumonien) eine hohe Gefährdung für den Gesundheitszustand dar.
Eine adäquate Behandlung der Dysphagie basiert stets auf einer ausführlichen Diagnostik, die häufig instrumentelle Methoden, z.B. Endoskopie, mit einschließt.
Empfehlungen für die Ernährungstherapie
Um eine adäquate und möglichst risikofreie Nahrungszufuhr zu gewährleisten, muss die Ernährung von Patienten mit Kau- und Schluckstörungen individuell angepasst werden. Bei Patienten, die sich oral ernähren können, ist häufig eine Andickung von Getränken und Nahrung angebracht, wobei leicht lösliche Pulver eine schnelle und zuverlässige Andickung gewährleisten. Besonderer Augenmerk sollte darauf gelegt werden, dass das verwendete Dickungsmittel amylaseresistent ist, d.h. sich nicht bei Kontakt mit dem Speichel vorschnell verflüssigt, so dass die gewünschte angedickte Konsistenz während des gesamten Schluckvorganges erhalten bleibt.
Bei bestehenden Ernährungsdefiziten bietet der Einsatz von bilanzierten Trinknahrungen mit angepasster, angedickter Konsistenz eine effiziente und ausgewogene Nährstoffzufuhr, die entweder als alleinige Ernährung oder als ergänzende Ernährung einsetzbar sind.
Amylaseresistent angedickte Flüssigkeiten können dank der zuverlässigen Konsistenz und der hygienischen Verpackung eine sichere Flüssigkeitsversorgung verbessern.
Falls eine ausreichende Nährstoffzufuhr über den oralen Weg nicht gewährleistet werden kann, ist eine Ernährung über eine Magensonde angezeigt, die – abhängig vom Gesundheitszustand des Patienten - auch nur vorübergehend angewendet werden kann.
Unter www.dysphagie.de haben wir interessante Informationen zum Thema Dysphagie speziell für medizinisches Fachpersonal bereitgestellt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
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