Mangelernährung bei Fettverwertungsstörungen
Bei Erkrankungen des Verdauungstraktes kann es zu einer Störung der Verdauung und Resorption der Nahrungsfette kommen. Die mit der Nahrung aufgenommenen Fette werden über den Darm ausgeschieden und können nicht zur Energiegewinnung für den Körper genutzt werden. Durch eine spezielle fettmodifizierte Ernährung kann krankheitsbedingten Mangelernährungszuständen entgegengewirkt werden.
Die Fettverdauung ist ein komplexer Prozess. Damit das mit der Nahrung aufgenommene Fett für den Körper als Energielieferant genutzt werden kann, muss es mit Gallensekret aus der Gallenblase emulgiert werden, um dann von Enzymen aus der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gespalten werden zu können. In dieser Form kann das Nahrungsfett vom Darm resorbiert und mit der Lymphe abtransportiert werden.
Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und
Lymphabflussstörungen können zu Beeinträchtigungen der Verdauung und Verwertung
der Nahrungsfette führen. Ist die Funktion der Bauchspeicheldrüse gestört, hat dies eine verminderte enzymatische Aufspaltung
der Fette zur Folge. Steht krankheitsbedingt (z.B. bei Lebererkrankungen )
nicht ausreichend Gallensekret zur Verfügung, ist die Fettresorption ebenfalls
behindert.
Folge der Störung der Fettverdauung sind Durchfälle mit einer erhöhten
Fettausscheidung über den Stuhl (Steatorrhoe). Die ausreichende Energie- und
Nährstoffversorgung der Betroffenen ist beeinträchtigt.
Empfehlungen für die Ernährungstherapie
Ziel der Ernährungstherapie ist die Reduktion der Durchfälle und der Fettausscheidung über den Darm. Dazu muss der Großteil des Fettes aus der normalen Nahrung weggelassen werden und fettarme bzw. fettfreie Produkte bevorzugt werden. Als kalorienreiche Alternative zu den natürlichen Nahrungsfetten können spezielle Fette (so genannte MCT-Fette) verwendet werden. MCT-Fette werden auch ohne Pankreasenzyme und Gallenflüssigkeit vom Körper verwertet und zur Energiegewinnung genutzt.
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