Glossar - Erklärenswert
Mit unserem Glossar möchten wir Ihnen Klarheit und Orientierung geben im Bereich der medizinischen enteralen Ernährung und der Ernährungstherapie.
Abführmittel (Laxantien)
Ein Abführmittel führt zu einer beschleunigten Darmentleerung bei Verstopfung (Obstipation).
Adipositas
siehe Körpergewicht
Aminosäuren
Aminosäuren sind kleine Bausteine, die – zu Ketten verbunden – das Eiweiß bilden. Nicht alle Aminosäuren, die der menschliche Körper benötigt, kann er selbst herstellen. Diese essenziellen (lebensnotwendigen)Nährstoffe müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Die Eiweißquelle in Trink- und Sondennahrung ist so zusammengesetzt, dass eine Versorgung mit diesen wichtigen Aminosäuren gewährleistet ist.
Amylase
Amylase (von griechisch Amylon = Stärkemehl) ist ein Enzym, das im Speichel enthalten ist und Stärke aus der Nahrung spaltet.
Amylaseresistenz
Als amylaseresistent werden Instant -Dickungsmittel bezeichnet, die nicht durch die im Speichel vorkommende Amylase gespalten werden. Die für Patienten mit Schluckstörungen speziell angedickten Speisen und Getränke behalten deshalb ihre Konsistenz auch bei längerem Verbleib im Mund bei und verflüssigen sich nicht. Die Aspirationsgefahr kann so gesenkt werden.
Anreichern von Sondennahrung
Standard-Sondennahrungen sind diätetische Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (Bilanzierte Diäten) und erfüllen als solche die Vorgaben der Diätverordnung für vollständig bilanzierte Standard-Nährstoffformulierungen. Mit vollbilanzierten Sondennahrungen wird ein gesunder Mensch bei Gabe von 1.500 Kalorien mit allen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen adäquat versorgt. Ein Anreichern mit Kalorien, Vitaminen, Mineralstoffen oder Spurenelementen ist somit im Normalfall nicht notwendig.
Appetitlosigkeit
Bestimmte Erkrankungen und körperliche Schwäche führen häufig zu Appetitlosigkeit. Die Nahrungsaufnahme wird so für viele Patienten zum Problem. Ein Mangel an Energie und Nährstoffen ist die Folge. Kann eine ausreichende Energie- und Nährstoffversorgung mit herkömmlichen Lebensmitteln nicht sichergestellt werden, ist eine gezielte Ernährungstherapie mit Trinknahrung hilfreich.
Aspiration
Der Begriff Aspiration hat in der Medizin zwei Bedeutungen:
• das Ansaugen von Flüssigkeiten o.ä. mit einer Spritze oder ähnlichem
• das Einatmen von körpereigenen Sekreten (Speichel oder Mageninhalt) sowie körperfremden, festen und flüssigen Substanzen in die Atemwege.
Wenn der obere Magenschließmuskel nicht ausreichend schließt, kann bei liegenden Patienten Mageninhalt zurück in die Speiseröhre fliessen, bei fehlendem Hustenreflex über den Kehlkopf in die Atemwege gelangen und eine Entzündung hervorrufen. Während der Sondenernährung und bis etwa eine Stunde danach sollte der Patient zur Reduzierung der Aspirationsgefahr deshalb hoch gelagert werden, idealerweise sitzen.
Aspirationskontrolle
Aspirationskontrolle ist die Überprüfung des Gehalts an Nahrungsresten im Magen zur Abschätzung eines Aspirationsrisikos. Lässt sich im Rahmen dieser Kontrolle mehr als die Hälfte der letzten Nahrungsportion aspirieren, sollte eine erneute Nahrungsgabe hinausgezögert werden, da ein erhöhtes Aspirationsrisiko besteht. Nach etwa 1 Stunde sollte erneut eine Aspirationskontrolle erfolgen.
Aspirationsprophylaxe
Hierunter werden Vorsichtsmaßnahmen verstanden, die die Gefahr einer Aspiration vermindern.
Auskultation
Auskultation bedeutet in der Medizin das Abhören des Körpers, typischerweise mit einem Stethoskop. Nach Anlage einer perkutanen Sonde wird der Bauch vor der ersten Nahrungsgabe mit einem Stethoskop auf Darmgeräusche abgehört.
Austauschsonde
Wenn eine PEG-Sonde defekt ist und ausgewechselt werden muss, können andere Sondensysteme mit gleicher Funktion verwendet werden. Sie werden einfach von außen in das bestehende Stoma geschoben und durch einen flüssigkeitsgefüllten Ballon im Magen festgehalten. Typische Austauschsonden sind der sogenannte Gastrotube oder der Button („Knopf“).
Austrocknung (Dehydration)
Eine erhöhte Umgebungstemperatur, Fieber, verringerte Flüssigkeitsaufnahme oder Flüssigkeitsverlust über bestimmte Organe führen zu einer Abnahme der Wassermenge
im Körper. Eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr ist in diesem Fall notwendig, da sonst die Gefahr einer Austrocknung des Körpers (Exsikkose) besteht (siehe auch Flüssigkeitsbedarf).
Ballaststoffe
Ballaststoffe sind natürliche Bestandteile pflanzlicher Lebensmittel, die von den körpereigenen Verdauungssekreten im Magen-Darm-Trakt nicht oder nur wenig abgebaut werden können. Ballaststoffe sind für die Aufrechterhaltung der Darmfunktion unerlässlich und reduzieren Probleme wie Verstopfung oder Durchfall. Ballaststoffe sind vor allem in Getreideprodukten wie Vollkornbrot oder in Kartoffeln, Obst und Hülsenfrüchten enthalten. Für deren Wirkung ist nicht nur die Menge, sondern vielmehr auch die Zusammensetzung von Bedeutung. Prebiotische Ballaststoffmischungen enthalten mehrere verschiedene funktionelle Ballaststoffe. Insbesondere die prebiotischen Anteile fördern das Wachstum der Bifidusflora und unterstützen eine normale Keimbesiedlung des Darmes. Dem Auftreten von Durchfällen und Verstopfung kann so entgegengewirkt werden. Dies kann deutlich zur Verbesserung des Wohlbefindens der Patienten beitragen.
Bauchspeicheldrüse (Pankreas)
Die Bauchspeicheldrüse ist eine wichtige Verdauungsdrüse des Verdauungssystems, die den Bauchspeichel (Pankreassaft) produziert. Der Pankreassaft enthält Enzyme, die bei der Verdauung der Nahrung vor allem für den Abbau von Fetten sowie Kohlenhydraten und Eiweiß zuständig sind.
Bei einer Erkrankung des Organs wie z.B. einer Entzündung (Pankreatitis) kommt es aufgrund einer beeinträchtigten Produktion von Verdauungsenzymen häufig zu Störungen der Nährstoffverwertung (Malassimilation).
Bilanzierte Diäten (auch: Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke)
Bilanzierte Diäten sind Lebensmittel, die auf besondere Weise verarbeitet oder zusammengesetzt sind. Sie sind für die diätetische Behandlung von Patienten bestimmt, die sich mit üblichen Lebensmitteln nicht ausreichend ernähren können. Die rechtlichen Grundlagen hinsichtlich der Zusammensetzung werden in der Diätverordnung geregelt. Diese schreibt Mindest- und Höchstmengen an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen vor, die in einer Trink-/Sondennahrung enthalten sein müssen. Hierbei wird unterschieden zwischen vollständig bilanzierten Diäten, die zur ausschließlichen Ernährung geeignet sind, und ergänzenden bilanzierten Diäten, die sich nur zur zusätzlichen Ernährung eignen. Diese Gesetzesvorgaben sind für alle Hersteller von Trink- und Sondennahrung verbindlich. Bei bilanzierten Diäten wird zwischen hochmolekularen
und niedermolekularen Nahrungen unterschieden. Bei hochmolekularen Nahrungen liegen die Nährstoffe wie z.B. Eiweiß in ihrer natürlichen Struktur vor, während bei niedermolekularen Nahrungen die Nährstoffe bereits in kleinere Bestandteile zerlegt sind.
Blocken einer Ballonsonde
Viele Austauschsonden sind mit einem Ballon an der Sondenspitze versehen. Der Ballon wird von außen über ein Ventil mit einer definierten Menge sterilen Wassers gefüllt und dient als innerer Rückhaltemechanismus, damit die Sonde nicht herausrutscht. Das Befüllen des Ballons wird auch Blocken genannt. Ein Blocken mit Luft sollte nicht erfolgen.
Blutzucker
siehe Diabetes mellitus
Body-Mass-Index (BMI)
Der BMI ist eine Möglichkeit, den Ernährungszustand eines Menschen zu ermitteln. Der BMI gibt zusammen mit dem Gewichtsverlauf einen Hinweis auf Mangelernährung. Folgende BMI-Grenzen werden bei der Beurteilung des Ernährungszustandes herangezogen:
Schweres Untergewicht < 18,5 kg/m2
Untergewicht 18,5 – 20,4 kg/m2
Normalgewicht 20,5 – 24,9 kg/m2
Übergewicht ≥25 kg/m2
Bei älteren Menschen ab 65 Jahren besteht das Risiko für eine Mangelernährung bereits bei einem BMI zwischen 20 – 23,9 kg/m2.
Der optimale BMI liegt bei älteren Menschen zwischen 24 – 29 kg/m2.Ein auffälliger Gewichtsverlust muss beobachtet und abgeklärt werden.
Bolusapplikation
Die Sondennahrung wird auf mehrere Portionen (Boli) verteilt und mit einer großen Spritze verabreicht. Sollen z.B. am Tag 1.500 ml Sondennahrung gegeben werden, kann man die Menge auf 7 Portionen à 210 ml aufteilen und alle zwei bis drei Stunden in die Sonde spritzen.
Wichtig: Langsam spritzen, um das Verdauungssystem nicht zu überlasten! Eine Mahlzeit sollte bei der Bolusapplikation nicht größer als 300 ml sein und etwa 15–20 Minuten dauern.
Button
Ein Button ist eine perkutane Austauschsonde, die auch als „Knopfsonde“ bezeichnet wird und insgesamt die kosmetisch beste Möglichkeit einer enteralen Ernährungstherapie in den Magen darstellt. Charakteristisch für den Button ist eine besonders kleine äußere Halteplatte, wodurch eine hohe Unauffälligkeit erreicht wird, da er unter der Kleidung fast unsichtbar ist. Durch seine Größe verhindert er eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Der Austausch einer erstplatzierten PEG-Sonde durch einen Button kann normalerweise nach 4-6 Wochen erfolgen. Die Platzierung des Buttons ist sehr einfach, da er schmerzfrei durch das gut ausgebildete Stoma in den Magen eingeführt werden kann. Ein kleiner, mit sterilem Wasser befüllter Ballon
am Ende des Buttons sorgt für einen sicheren Sitz im Magen. Während die Erstplatzierung des Buttons nach vorheriger Entfernung der PEG-Sonde im Krankenhaus erfolgt, kann ein späterer Wechsel des Buttons problemlos zu Hause durchgeführt werden.
Charrière (CH)
Maßeinheit für den Außendurchmesser einer Sonde.
1 Charrière (1 CH) entspricht 0,33 mm. Wird eine Sonde beispielsweise mit 14 CH beziffert, so bedeutet dies, dass die Sonde einen Außendurchmesser von 4,6 mm aufweist
Chemotherapie
Die Nebenwirkungen einer Chemotherapie sind häufig Übelkeit und Erbrechen. Dies führt zu Appetitlosigkeit und eingeschränkter Nahrungsaufnahme. Um die Therapie besser tolerieren zu können und weitere Komplikationen zu verhindern, benötigt der Körper viel Energie und Nährstoffe. Medizinische Trinknahrungen können helfen, einen Gewichtsverlust zu verringern und die Therapie besser zu tolerieren.
Chronische Erkrankung
Unter einer chronischen Erkrankung versteht man eine langwierige, schwer oder nicht heilbare Krankheit, wie z.B. Diabetes mellitus, koronare Herzkrankheit, Asthma bronchiale oder chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Die Krankheit selbst führt oft zu einem Anstieg des Bedarfs an Energie und Nährstoffen, während die Betroffenen gleichzeitig appetitlos sind und damit Gefahr laufen, einen Zustand der Mangelernährung zu erreichen.
Container
Ein Container ist ein 1-Liter-Leerbehälter aus Kunststoff mit Anschlussmöglichkeit für ein Überleitgerät und einer Aufhängeöse zum Befestigen am Infusionsständer. Container eignen sich besonders zur Gabe zusätzlicher Flüssigkeit.
DEHP
Diethylhexylphtalat (DEHP), ein umstrittener Weichmacher in Kunststoffen mit gesundheitsschädlichem Potential. Alle Sonden von Nutricia sind DEHP-frei.
Dehydration
siehe Austrocknung
Dekubitus
siehe Wundliegen
Desinfektion
Als Desinfektion bezeichnet man Maßnahmen, die ein Material durch Abtötung, Entfernung oder
Inaktivierung krankmachender Mikroorganismen in einen nicht-infektiösen Zustand versetzen.
Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die zu stark erhöhten Blutzuckerwerten führt. Durch den Mangel an Insulin, einem Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird, wird zu wenig Zucker (Glukose) aus dem Blut in die Zell en aufgenommen. Spezielle Trink- und Sondennahrungen sind auf die besondere Stoffwechselsituation von Diabetikern zugeschnitten.
Dialyse
Die Dialyse ist eine künstliche Blutwäsche. Die gesunde Niere filtert normalerweise giftige Stoffwechselprodukte(harnpflichtige Substanzen) aus dem Blut und scheidet sie über den Urin aus. Ist die Funktion der Niere durch bestimmte Erkrankungen wie z.B. Niereninsuffizienz beeinträchtigt, kann sie diese schädlichen Stoffe nicht mehr auf natürliche Weise aus dem Blut filtern.
Die Dialyse übernimmt die Filterfunktion der Niere, bei der das Blut durch eine dünne Membran geleitet und somit von giftigen Stoffen gereinigt wird.
Diarrhoe
siehe Durchfall
Dosierung von Sondennahrung
Die genaue und auf den Bedarf des Patienten abgestimmte Dosierung der Sondennahrung ist besonders wichtig für eine gute Verträglichkeit. Insbesondere in den ersten 3–5 Tagen sollen die Dosierung der Nahrung und der Zeitraum, in dem sie verabreicht wird, langsam gesteigert werden (siehe auch Kostaufbau). Wenn sich das Verdauungssystem an die Nahrung gewöhnt hat, können die Mengen der Nahrung und dieVerabreichungsgeschwindigkeit gesteigert werden. Sollten jedoch Unverträglichkeitsreaktionen (z. B. Übelkeit, Völlegefühl, Erbrechen) auftreten, muss die Dosierung wieder auf die vorherige Stufe zurückgenommen werden. Eine typische Applikationsgeschwindigkeit für Ernährung in den Magen nach dem Kostaufbau/der Einschleichphase ist 120 ml/h.
Dosierung von Trinknahrung
Trinknahrung sollte entsprechend des individuellen Energiebedarfes dosiert werden. 5-7 Flaschen einer vollbilanzierten Trinknahrung / Tag decken in der Regel den Nährstoffbedarf eines gesunden Erwachsenen. Zur ergänzenden Ernährung empfehlen wir im Allgemeinen 2 Flaschen pro Tag zusätzlich, möglichst zwischen den normalen Mahlzeiten. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Dosierung für Sie sinnvoll ist.
Dünndarmsonde
Dünndarmsonden sind Ernährungssonden, die über den Magen hinweg in den Dünndarm gelegt werden. Sie werden beispielsweise eingesetzt, wenn Magenentleerungsstörungen vorliegen oder der Magen stark verkleinert wurde (Magenresektion). Gute Sondenpflege ist bei Dünndarmsonden zur Vermeidung einer Sondenverstopfung besonders wichtig.
Durchfall (Diarrhö)
Bei mehr als dreimal täglich dünnflüssigem Stuhlgang mit einem erhöhten Stuhlvolumen spricht man von Durchfall (Diarrhö). Die Ursachen für Durchfall können sehr vielfältig sein. Ein Grund hierfür kann die zu schnelle Verabreichung, eine zu kalte Sondennahrung, zu große Menge oder eine zu hohe Flussrate sein. Auch Unverträglichkeiten gegen bestimmte Inhaltsstoffe der Nahrung wie z.B. Milcheiweiß oder Milchzucker können Durchfälle hervorrufen. Resorptionsstörungen durch eine geschädigte Darmflora, z.B. nach einer Strahlentherapie, können ebenfalls zu Durchfällen führen. Wichtig ist es, die Ursache eines Durchfalls zu erkennen, da nur so eine geeignete
Therapie durchgeführt werden kann.
Dysphagie
siehe Schluckstörung
Einschleichphase
siehe Kostaufbau
Eiweiß (Protein)
Eiweiße sind aus verschiedenen Aminosäuren zusammen gesetzt und wesentlicher Baustein unseres Körpers. Jede Körperzelle des Menschen besteht hauptsächlich aus Eiweiß. Es ist in allen Organen zu finden und Hauptbestandteil der Muskulatur. Eiweiße sind zudem an vielen verschiedenen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Im Gegensatz zu Kohlenhydraten und Fett kann unser Körper keine Speicher für Eiweiß anlegen. Für die Aufrechterhaltung des Organismus ist somit eine kontinuierliche Zufuhr an Eiweiß erforderlich. Fast alle Trink- und Sondennahrungen enthalten mindestens 15 % Energie in Form von Eiweiß, was einem ausgewogenen Verhältnis von Eiweiß, Kohlenhydraten und Fett entspricht.
Eiweißmangel
Im Krankheitsfall, aber auch im Alter kommt es durch einseitige Ernährung oder bestimmte Erkrankungen zu einer Unterversorgung an Eiweiß. Der Körper besitzt keine Eiweißspeicher. Ein Mangel an Eiweiß macht sich somit rasch bemerkbar und wirkt sich negativ auf das Immunsystem aus. Wundheilungsvorgänge und die Genesung können sich verzögern. Durch einen Abbau von Muskelmasse und allgemeine körperliche Schwäche steigt die Gefahr von Stürzen und Knochenbrüchen. Es ist deshalb besonders wichtig, auf eine ausreichende Eiweißzufuhr zu achten. Der Einsatz von eiweißreichen Trink- und Sondennahrungen kann helfen, einen Eiweißmangel auszugleichen.
Energiebedarf
siehe Kalorienbedarf
Enterale Ernährung (Medizinisch enterale Ernährung)
Enterale Ernährung (Medizinisch enterale Ernährung)
Unter medizinisch enteraler Ernährung versteht man eine besondere Form der Ernährung. Anstelle von normaler Kost helfen hier Trink- und Sondennahrung, den Körper mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Sie kommt immer dann zum Einsatz, wenn es dem Patienten aufgrund seiner Erkrankung nicht mehr möglich ist, normales Essen in ausreichender Menge zu sich zu nehmen.
Durch ergänzende oder zeitweise vollständige enterale Ernährung wird nicht nur einer Mangelernährung entgegengewirkt, sondern auch ein Beitrag zur Verbesserung der Situation und der Lebensqualität der Betroffenen geleistet.
Erbrechen (Emesis)
Erbrechen ist eine schwallartige Entleerung des Mageninhaltes entgegen der natürlichen Richtung.
Es kann rasch einen Wasser- und Salzverlust sowie eine Unterversorgung an Energie zur Folge haben. Die Ursachen für Erbrechen können sehr unterschiedlich sein und sollten abgeklärt werden. Bei unstillbarem Erbrechen ist die Gabe von Trinken- und Sondennahrung nicht sinnvoll.
Ergänzungsnahrung (Supplemente)
Bei unzureichender normaler Ernährung sollte Ergänzungsnahrung verabreicht werden. Unter Ergänzungsnahrung versteht man bilanzierte Trinknahrungen zur zusätzlichen Ernährung, um einen erhöhten Kalorienbedarf abzudecken oder einen Eiweißmangel auszugleichen. Sie werden zusätzlich zur Normalkost verabreicht und enthalten bereits in kleinen Mengen viel Energie oder Eiweiß.
Erhitzen/Erwärmen von Trinknahrung
Trinknahrung kann kurzzeitig bis 60–70 °C erwärmt werden – ob für die Verwendung in Rezepten oder als Warmgetränk (Geschmacksrichtung Schokolade). Die Erwärmung sollte vorzugsweise im Wasserbad erfolgen. Es gilt jedoch zu bedenken, dass es in Folge der Hitzeeinwirkung zu Nährstoffverlusten kommt.
Ernährung im Alter (Geriatrie)
Im Alter spielt die richtige Ernährung für Gesundheit und Wohlbefinden eine wichtige Rolle. Natürliche Veränderungen des Körpers beeinflussen diesen Lebensabschnitt: das Hunger- und Durstempfinden sowie der Appetit nehmen ab. Auch das Geschmacksempfinden verändert sich. Während der Kalorienbedarf sinkt, bleibt der Bedarf an lebensnotwendigen Nährstoffen wie Eiweiß, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen im Alter bestehen. Wichtig ist daher Nahrung mit hoher Nährstoffdichte, um einer Mangelernährung entgegenzuwirken. Eine Mangelernährung kommt besonders im Alter häufig vor und kann Komplikationen wie Infektionen, Druckgeschwüre und körperliche Schwäche nach sich ziehen.
Ernährungspausen
Bei der Gabe von Sondennahrung in den Magen (gastrale Ernährung) werden Patienten üblicherweise kontinuierlich tagsüber ernährt, im Anschluss Flüssigkeit appliziert und nachts eine Ernährungspause eingehalten. Einmal pro 24 Stunden ist eine vier- bis sechsstündige Nahrungspause sinnvoll. Ein mehrfacher Wechsel im Tagesverlauf zwischen Nahrung und Flüssigkeit ist nicht notwendig, da die Sondennahrung neben den Nährstoffen auch so viel freie Flüssigkeit enthält, dass der Körper nicht austrocknet. Auch aus hygienischen Gründen sollte so wenig wie möglich am Sondennahrungsbehälter und Überleitgerät manipuliert werden, um ein Eindringen von Bakterien zu vermeiden. Die Ernährung sollte sich jedoch immer individuell an der Lebenssituation und der Erkrankung des Patienten orientieren.
Ernährungspumpe
Immer dann, wenn eine besonders sichere und exakte Dosierung der Sondennahrung erforderlich ist, sollte die Zufuhrgeschwindigkeit über eine Ernährungspumpe gesteuert werden. So kann sichergestellt werden, dass der Patient die passende Menge Nahrung in der richtigen Zeit zugeführt bekommt. Bei einer Sondenernährung in den Dünndarm (siehe auch „Dünndarmsonde“) sollte generell eine Pumpe Verwendung finden. Die meisten Pumpen verfügen über eine Dauertropffunktion, aber es gibt auch Ernährungspumpen, mit denen portionsweise im Bolus ernährt werden kann.
Ernährungszustand
siehe Körpergewicht
Essenzielle Nährstoffe
siehe Nährstoffe
Fett
Die in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln enthaltenen Fette zählen zu den Nährstoffen, aus denen der Körper Energie gewinnt (1 g Fett enthält ca. 9 Kilokalorien). Nahrungsfette können vom Körper als Depotfette gespeichert werden und liefern essenzielle Fettsäuren, die der Körper selbst nicht herstellen kann. Zudem kann der Körper ohne Fette die fettlöslichen Vitamine (A, D, E und K) nicht so gut aufnehmen. Fette werden nach ihrem Aufbau unterschieden. Es gibt gesättigte und ungesättigte Fettsäuren. Gesättigte Fettsäuren kommen hauptsächlich in tierischen Lebensmitteln wie z.B. Käse oder Wurst vor und können bei Bedarf vom Organismus selbst hergestellt werden.
Ungesättigte Fettsäuren werden in einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren unterteilt. Während einfach ungesättigte Fettsäuren vom Körper produziert werden können, müssen die lebensnotwendigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren mit der Nahrung aufgenommen werden.
Diese sind z.B. in Fischöl oder Sonnenblumenöl enthalten. Fette unterscheiden sich auch in der Kettenlänge der Fettsäuren, aus der sie aufgebaut sind. Je länger die Kette ist, desto schwieriger ist der Prozess der Verdauung der Fette.
Fettverwertungsstörung
Die Verdauung von Nahrungsfetten ist ein komplexer Prozess. Erkrankungen des Verdauungstraktes wie z.B. eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse beeinflussen die Verdauung und Aufnahme der Nahrungsfette. So können langkettige Fettsäuren (LCT) nicht unbedingt aufgespaltet und verdaut werden. Eine spezielle Fettart stellen die mittelkettigen Triglyceride dar, die sogenannten MCT-Fette. MCT-Fette benötigen für ihre Verdauung im Gegensatz zu den üblichen Fetten keine Gallensäure und Enzyme. Trink- und Sondennahrung mit MCT-Fetten eignet sich deshalb vor allem zum Einsatz bei Patienten mit gestörter Fettverwertung (z.B. Pankreatitis).
Flüssigkeitsbedarf
Der Flüssigkeitsbedarf eines Erwachsenen beträgt 30–35 ml pro kg Körpergewicht am Tag. Ein Mensch mit 65 kg sollte beispielsweise etwa 2 l pro Tag zu sich nehmen, davon deckt die normale Ernährung etwa 1/3. Bei Sondenpatienten muss der Flüssigkeitsgehalt der Sondennahrung berücksichtigt werden: Im Durchschnitt enthält 1 Liter Sondennahrung etwa 750–850 ml Wasser. Diese Menge reicht als alleinige Flüssigkeitszufuhr jedoch meist nicht aus (siehe Flüssigkeitsgabe).
Der Flüssigkeitsbedarf erhöht sich z.B. bei Fieber (ca. 500 ml pro 1 °C Temperaturerhöhung), Durchfall, Erbrechen oder bei Einnahme entwässernder Medikamente (Diuretika).
Flüssigkeitsgabe bei Sondenernährung
Sondennahrung enthält etwa 75–85 ml Wasser pro 100 ml Nahrung. Dieser Wassergehalt reicht jedoch nicht aus, um den kompletten Flüssigkeitsbedarf eines Menschen zu decken. Deshalb muss noch zusätzliche Flüssigkeit (abgekochtes, abgekühltes Wasser) über die Sonde gegeben werden. Flüssigkeit kann per Spritze langsam zugespritzt werden (bei kleineren Mengen) oder in ein Leergefäß (z.B. Container) gefüllt und über das Überleitsystem verabreicht werden. Die erforderliche Menge an Flüssigkeit ist sehr individuell und wird vom Arzt oder dem Mitarbeiter des Ernährungsteams festgelegt.
Flüssigkeitsrestriktion
Bei einigen Erkrankungen, z.B. Niereninsuffizienz oder Herzinsuffizienz, kann eine Beschränkung der Flüssigkeitsmenge erforderlich sein. Hochkalorische Trink- und Sondennahrungen eignen sich durch ihren relativ geringen Wassergehalt für Patienten mit einer Flüssigkeitsrestriktion, z.B. bei kardialer Kachexie, besonders gut.
Fruchtzucker (Fruktose)
Fruchtzucker ist ein Einfachzucker und gehört zu den Kohlenhydraten. Er kommt vor allem in Früchten, Honig und auch in Haushaltszucker vor (Haushaltszucker = Saccharose, bestehend aus Fruchtzucker und Traubenzucker (Glukose)). Bei einer Fruchtzuckerunverträglichkeit (Fruktoseintoleranz) kann der Fruchtzucker nicht abgebaut werden und führt deshalb zu Blähungen, Durchfällen oder Übelkeit. Bei einer Fruchtzuckerunverträglichkeit (Fruktoseintoleranz) sollten keine Trink- und Sondennahrungen eingesetzt werden, die Fruchtzucker enthalten.
Fruktose
siehe Fruchtzucker
Fruktoseintoleranz
siehe Fruchtzucker
Gastrointestinaltrakt
siehe Verdauungstrakt
Gastrotube
Der Gastrotube ist eine perkutane Ernährungssonde, die im Austausch für eine andere perkutane Sonde verwendet wird (z.B. PEGSonde). Er wird von außen durch das bereits vorhandene Stoma in den Magen gelegt und mit einem inneren Rückhalteballon fixiert. Mit einer äußeren Halteplatte wird der Gastrotube auf der Bauchdecke vor dem Verrutschen geschützt.
Gedeihstörung
Eine Gedeihstörung ist eine Verzögerung der körperlichen Entwicklung eines Kindes, sie ist häufig von Auffälligkeiten der motorischen und psychosozialen Entwicklung begleitet. Neben den messbaren Daten Körpergewicht und Körperlange gibt es weitere klinische Symptome, die auf eine Unterernährung hinweisen:
- wenig Unterhautfettgewebe
- gering ausgebildete Muskulatur
Gründe für die Gedeihstörung sind unzureichende Nahrungszufuhr, mangelhafte Verdauung und Resorption der Nährstoffen (Malabsorption) oder gesteigerter Energieumsatz.
Genesung (Rekonvaleszenz)
Die Genesung bezeichnet den Prozess des Gesundwerdens nach einer Erkrankung.
Geriatrie
siehe Ernährung im Alter
Gewichtskontrolle
Mit zunehmendem Alter und bei Erkrankungen, die zu einem erhöhten Energiebedarf des Körpers führen, ist eine regelmäßige Gewichtskontrolle sehr wichtig und sollte wöchentlich durchgeführt werden. Nach Möglichkeit sollte dies immer am selben Wochentag und zur selben Tageszeit erfolgen.
Durch den Gewichtsverlauf kann eine Mangelernährung frühzeitig erkannt und verhindert werden.
Neben dem Gewichtsverlauf geben der BMI (Body- Mass-Index) und ein unbeabsichtigter Gewichtsverlust einen Hinweis auf eine Mangelernährung (siehe auch Body-Mass-Index).
Gewichtsverlust
Ein ungewollter Gewichtsverlust in kurzer Zeit ist ein ernst zu nehmender Hinweis auf einen Mangelzustand und sollte immer durch einen Arzt abgeklärt werden. Ein Gewichtsverlust von fünf bis zehn Prozent des Körpergewichtes in den letzten 3-6 Monaten stellt bereits ein Risiko für eine Mangelernährung dar. Eine gezielte Ernährungstherapie mit Trinknahrung kann einen Gewichtsverlust reduzieren oder verhindern.
Grundumsatz
siehe Kalorienbedarf
Haltbarkeit von Sondennahrung
Angebrochene Sondennahrung in der Flasche muss ohne Kühllagerung innerhalb von 8 Stunden aufgebraucht sein. Im Kühlschrank können geöffnete Flaschen maximal 24 Stunden gelagert werden. Geöffnete Sondennahrung im Beutelsystem kann bis zu 24 Stunden am Infusionsständer ohne Kühllagerung hängen bleiben. Bei Nahrungspausen von mehr als 4 Stunden empfiehlt es sich, das gesamte System (inklusive Überleitgerät) in den Kühlschrank zu stellen. Vor erneuter Gabe ist darauf zu achten, dass die Sondennahrung an die Zimmertemperatur angepasst ist. Bitte immer die Herstellerempfehlung beachten!
Haltbarkeit von Trinknahrung
Für ungeöffnete Trinkflaschen wird eine einwandfreie Qualität bis zum angegebenen Haltbarkeitsdatum bei sachgerechter Lagerung (im Kühlschrank oder bei Zimmertemperatur) garantiert. Nach der Öffnung der Trinkflasche ist diese im Kühlschrank bis zu 24 Stunden haltbar. Bitte immer die Herstellerempfehlung beachten
Halteplatte
Perkutane Ernährungssonden haben eine innere und eine äußere Halteplatte. Die innere Halteplatte befestigt die Sonde im Magen und verhindert deren Herausgleiten. Die äußere Halteplatte fixiert die Sonde auf der Bauchdecke.
Hochkalorisch
Hochkalorische Trink- und Sondennahrung besitzt einen Energiegehalt von mindestens 1,2 kcal pro ml und ist auf die Bedürfnisse von Patienten mit einem erhöhten Energie- und Nährstoffbedarf zugeschnitten.
Hochmolekular
Bei hochmolekularen Trink- und Sondennahrungen liegen Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate in ursprünglicher Form vor. Zur Verdauung benötigt der Mensch wie bei normaler Ernährung auch einen gesunden Verdauungstrakt, der ausreichende Mengen an Verdauungsenzymen produzieren kann.
Ileus
siehe Kontraindikation
Immunsystem
Die Fähigkeit des menschlichen Organismus, Infektionen von Bakterien, Viren, Parasiten oder Pilzen abzuwehren, verdanken wir unserem Immunsystem. Es ist in der Lage, eindringende Krankheitserreger, körperfremde Stoffe oder entartete körpereigene Zellen (z.B. Krebszellen) zu bekämpfen und unschädlich zu machen.
Infektion
Durch ein geschwächtes Immunsystem können krankmachende Bakterien und Viren nicht mehr richtig bekämpft werden. Die Folge ist eine Infektion, die den Körper schwächt und häufig zu Appetitlosigkeit führt. Gerade dann benötigt der Körper jedoch mehr Energie und lebenswichtige Nährstoffe, um einen Gewichtsverlust zu vermeiden. Der Ernährungsplan der medizinischen enteralen Ernährung muss deshalb möglicherweise vom Arzt angepasst werden.
Jejunale Sonde
siehe Dünndarmsonde
Kalorienbedarf (Energiebedarf)
Die Nahrung, die wir aufnehmen, wird durch die Verdauung in kleine Einheiten zerlegt. Diese werden vom Darm aufgenommen, ins Blut abgegeben und zu den Körperzellen transportiert. In den Zellen werden diese kleinen Einheiten verbrannt. Dabei entsteht Energie, die der menschliche Körper für die Erhaltung lebenswichtiger Körperfunktionen sowie für das Zellwachstum benötigt. Der Energiebedarf des Menschen ist individuell von verschiedenen Faktoren abhängig: Alter, Geschlecht, körperliche Aktivität oder Erkrankungen beeinflussen den Kalorienbedarf. Bei vollkommener körperlicher Ruhe (Grundumsatz) eines Menschen kann der Kalorienbedarf wie folgt abgeschätzt werden: 22-24 kcal/kg Körpergewicht/Tag. Durch körperliche Aktivität und bei Erkrankungen (Stress) erhöht sich der Grundumsatz.
Folgende Aktivitätsfaktoren können als Richtgröße angenommen werden:
• bei immobilen Patienten: Grundumsatz x 1,2
• bei leichter Aktivität: x 1,5
• bei mittlerer Aktivität: x 1,75
• bei hoher Aktivität: x 2,0
Demnach benötigt z.B. ein 70 kg schwerer, immobiler Mensch ca. 2.000 kcal pro Tag.
Kindernahrung
Kinder haben spezielle Bedürfnisse – der Energie und Nährstoffbedarf eines Kindes unterscheidet sich stark von dem eines Erwachsenen. Ein großer Teil der zugeführten Nährstoffe wird bei Kindern für das Wachstum und die Entwicklung aufgewendet. Zudem besitzen Kinder noch keine bzw. nur sehr geringe Nährstoffspeicher und haben einen höheren Energie- und Flüssigkeitsumsatz als Erwachsene. Es gibt deshalb spezielle Trink- und Sondennahrungen für Kinder.
Kochen mit Trinknahrung
Durch die gesetzlich vorgeschriebene Zusammensetzung einer Trinknahrung ist es sehr schwierig, eine pikante Variante zu entwickeln. Um die Anwendung von Trinknahrung in der Praxis trotzdem abwechslungsreich zu gestalten und herzhafte Variationen zu erhalten, können Trinknahrungen z.B. mit Gewürzen, Aromen und Kräutern (z.B. Zimt, Vanille, Kakaopulver, Instant - Kaffeepulver, Brühwürfel oder Curry) geschmacklich verfeinert werden. Mit Hilfe von neutralen Geschmacksvarianten können schmackhafte Cremespeisen, Getränke, Aufläufe usw. zubereitet werden. Das Anbieten von Trinknahrungen in verschiedenen Temperaturen (max. 60–70 °C) stellt ebenfalls eine einfache Variation dar.
Kohlenhydrate
Kohlenhydrate zählen wie Fett, Eiweiß, Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente zu den Nährstoffen und stellen eine wichtige Energiequelle für den Körper dar. 1 g Kohlenhydrate enthalten 4 Kilokalorien. Für eine ausgewogene Ernährung sollte der Mensch 50 % der täglichen Energiezufuhr mit kohlenhydratreichen Nahrungsmitteln abdecken wie z.B. Getreide, Kartoffeln oder Hülsenfrüchten. Maltodextrin ist ein wasserlösliches Kohlenhydratgemisch, das häufig als Energieträger in Trink- und Sondennahrungen Verwendung findet.
Konnektor
Als Konnektor wird das Ansatzstück am oberen Ende von Ernährungssonden bezeichnet. Jede Ernährungssonde hat einen Konnektor, um Überleitgeräte oder Spritzen sicher mit der Sonde zu verbinden.
Konsumierende Erkrankung
siehe Tumorerkrankung
Kontamination
Verunreinigung eines Systems durch unerwünschte oder schädliche Stoffe, z. B. durch Krankheitskeime.
Kontraindikation „Medizinisch Enterale Ernährung“ (Sondenernährung)
Eine Sondennahrung darf nicht eingesetzt werden, wenn sich eine enterale Nährstoffzufuhr generell verbietet oder Unverträglichkeiten (Intoleranzen) gegenüber den enthaltenen Inhaltsstoffen vorliegen.
Die Voraussetzung für die Zufuhr einer Sondennahrung ist ein funktionsfähiger Magen-Darm-Trakt.
Folgende Situationen schließen eine Gabe von Sondennahrung aus:
• Darmverschluss (Ileus)
• Darmatonie (Erschlaffung des Darmes, die zu
einer verminderten Darmbewegung führt)
• Unstillbares Erbrechen
• Akute Bauchspeicheldrüsenentzündung
(Pankreatitis)
• Schwere Stoffwechselentgleisungen
• Schock
Körpergewicht
Ein gesunder Mensch deckt durch eine ausgewogene Ernährung mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen seinen Energiebedarf. Das Idealgewicht eines Menschen lässt sich mit Hilfe des Body-Mass-Index (BMI; wird gemessen in kg/m²), bei dem das Körpergewicht in Bezug zur Körpergröße gesetzt wird, ermitteln. Liegt der BMI-Wert über 25 kg/m², so spricht man von Übergewicht (Adipositas).Ist eine ausreichende Versorgung mit Energie und Nährstoffen z.B. bei einer Erkrankung nicht gewährleistet, sind eine Gewichtsabnahme und drohendes Untergewicht die Folge. Untergewicht (BMI < 20,4) führt zu einer Abnahme der Fett- und Muskelmasse und schwächt den Körper (siehe auch Body-Mass-Index).
Kostaufbau
Erste Phase der enteralen Sondenernährung, in der der Körper auf die neue Art der Nährstoffzufuhr durch die Sonde eingestellt wird. Beginnend mit geringen Mengen und langsamer Zufuhrrate, werden Nahrungs- und Flüssigkeitsmengen sowie Zufuhrraten schrittweise bis hin zur bedarfsgerechten Ernährung gesteigert. Die Phase des Kostaufbaus wird auch als „Einschleichphase“ bezeichnet.
Kostenübernahme durch die Krankenkasse
siehe Verordnungsfähigkeit
Krebserkrankung
siehe Tumorerkrankung
Lagekontrolle der Sonde
Die Überprüfung der richtigen Lage ist bei Nasensonden besonders wichtig, da diese leicht verrutschen können. Dies kann erfolgen durch das Ansaugen von Magensaft mit einer Spritze und anschließender pH-Wert- Bestimmung. In der Klinik ist eine Kontrolle mit dem Röntgengerät oder dem Endoskop möglich.
Lagerung des Patienten
Um ein Zurückfließen der Sondennahrung in die Speiseröhre zu vermeiden, sollte der Patient während der Sondenernährung und bis etwa eine Stunde danach zur Vermeidung von Aspiration hoch gelagert werden (30 Grad), idealer weise sitzen.
Lagerung von Trink- und Sondennahrung
Trink- und Sondennahrung sollte im ungeöffneten Zustand bei Zimmertemperatur oder im Kühlschrank gelagert werden. Direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden.
Laktose
siehe Milchzuckerunverträglichkeit
Laxantien
siehe Abführmittel
Liegezeit der PEG
PEG -Sonden können über Monate oder sogar Jahre liegen, da die Materialien heute sehr stabil sind. Ein Austausch der PEG ist nur dann erforderlich, wenn sich brüchige Stellen zeigen oder die Sonde porös wird.
Lungenerkrankung
Unter dem Einfluss chronischer Lungenerkrankungen wie z.B. chronischer Bronchitis oder Lungenemphysem entstehen häufig Energie- und Nährstoffdefizite. Eine wesentliche Ursache für die Entstehung einer Lungenerkrankung ist die vermehrte Atemarbeit der Lunge, die einen erhöhten Energiebedarf zur Folge hat. Zudem kann ein häufiges Verschlucken von Luft ein Sättigungsgefühl verursachen. Eine Mangelernährung wiederum wirkt sich negativ auf die Lungenfunktion aus.
Magenentleerung
Abhängig von der Zusammensetzung und dem Zerkleinerungsgrad der Nahrung dauert es im Durchschnitt zwei bis drei Stunden, bis der Magen wieder leer ist. Flüssige Nahrung (z.B. Sondennahrung) wird schneller weitertransportiert und bleibt nur etwa 1–2 Stunden im Magen.
Magenentleerungsstörung
Der Magen entleert sich bei manchen Patienten nur sehr langsam oder unregelmäßig, z.B. kann dies bei Diabetikern oder Menschen mit neurologischen Erkrankungen der Fall sein. Bei gefährdeten Sondenpatienten muss deshalb regelmäßig überprüft werden, ob der Magen leer ist (z.B. mit der Spritze Mageninhalt über die Sonde ansaugen), bevor weitere Nahrung gegeben wird.
Magensäure/Magensaft
Pro Tag werden von den Zellen der Magendrüsen etwa 1–3 Liter Magensaft produziert. Er ist wässrig und enthält Magensäure, die Bakterien abtötet oder das Wachstum von Bakterien hemmt. Im leeren Magen herrscht ein besonders saurer pH-Wert, im gefüllten Magen weniger. Bei kontinuierlicher Sondenernährung in den Magen ist einmal pro 24 Stunden eine vier- bis sechsstündige Nahrungspausesinnvoll, um die desinfizierende Funktion der Magensäure zu erhalten (siehe auch Ernährungspause).
Magensonde
Eine Magensonde ist eine Ernährungssonde, deren Ende im Magen lokalisiert ist.
In Abhängigkeit von der Dauer der Ernährungstherapie kann eine Magensonde entweder transnasal (d.h. durch Nase und Speiseröhre; für eine kurz- bis mittelfristige Ernährungstherapie < 4 Wochen) oder perkutan (d.h. durch die Bauchdecke; für eine längerfristige Therapie > 4 Wochen) platziert werden.
Malabsorption
Bei einer Malabsorption ist die Aufnahme der Nährstoffe durch die Darmwand beeinträchtigt. Dies kann z.B. bei entzündlichen Darmerkrankungen oder nach Darmoperationen der Fall sei
Malassimilation
siehe auch Bauchspeicheldrüse
Maltodextrin
siehe Kohlenhydrate
Mandrin
Ein Mandrin ist ein meist aus geflochtenem Stahlmaterial gefertigtes Hilfsmittel zur Erstplatzierung einer Sonde. Er dient zur inneren Versteifung einer Sonde und sollte insbesondere bei kleinen Sondendurchmessern (CH 5 - CH12) sowie flexiblen Sondenmaterialien (z.B. Silikon) verwendet werden. Vor dem Legen einer Sonde wird der Mandrin in die Sonde eingeführt, nach der Platzierung lässt er sich aufgrund einer Gleitmittelbeschichtung leicht wieder entfernen.
Mangelernährung
Mangelernährung beschreibt einen Mangelzustand an Energie, Eiweiß oder anderen Stoffen. Es kann sich um einen generellen Mangel an allen Nährstoffen und Energie handeln, aber auch um Mangelzustände einzelner Nährstoffe (z.B. Eiweiß, Vitamine). Mangelernährung ist eine häufige Begleiterscheinung schwerer Erkrankungen. Die häufigsten Gründe für eine krankheitsbedingte Mangelernährung sind ein erhöhter Nährstoffbedarf (z.B. bei Krebs, Fieber, Verletzungen), eine zu geringe Aufnahme an Nährstoffen (z.B. bei Appetitlosigkeit, Übelkeit, Schluck- und Kaustörungen) der Verluste von Nährstoffen (z.B. bei schweren Durchfällen, Erbrechen, Darmerkrankungen). Erstes Anzeichen einer Mangelernährung ist oft ein ungewollter Gewichtsverlust innerhalb kurzer Zeit.
Unbehandelt beeinträchtigt ein schlechter Ernährungszustand die Lebensqualität und wirkt sich negativ auf den weiteren Krankheitsverlauf aus.
MCT
siehe Fettverwertungsstörung
Medikamentengabe über die Sonde
Wenn Medikamente über die Sonde verabreicht werden müssen, sind grundsätzliche Dinge zu beachten:
• Medikamente immer getrennt von der Nahrung verabreichen
• Medikamente in flüssiger Form sind am besten geeignet, da leichter zu verabreichen
• Bei Tabletten: Jedes Medikament separat gut zerreiben (Mörser verwenden) und in ausreichend Flüssigkeit auflösen. Zuvor sollte in Absprache mit dem Arzt oder Apotheker geprüft werden, ob sich das Medikament zum Mörsern/Zerkleinern eignet bzw. alternative Dosierungsformen zur Verfügung stehen.
• Sonde jeweils vor und nach jeder Medikamentengabe mit mindestens 20 ml Wasser spülen
• Medikamente in einer Spritze aufziehen und über die Sonde verabreichen
• Jedes Medikament einzeln verabreichen
• Bei Unsicherheiten fragen Sie unbedingt den Arzt oder Apotheker
Milcheiweißallergie/-unverträglichkeit
Bei einer Milcheiweißallergie oder -unverträglichkeit reagiert der Körper auf das Milcheiweiß, das in fast allen Milchprodukten wie z.B. Joghurt, Sahne, Quark usw. enthalten ist. Die Behandlung einer Milcheiweißallergie/ -unverträglichkeit besteht darin, auf Produkte, die Milcheiweiß enthalten, zu verzichten.
Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz)
Milchzucker ist ein Zweifachzucker und gehört zu den Kohlenhydraten. Milchzucker ist ein natürlicher Bestandteil von Milch. Die Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz) ist eine häufige Störung der Darmfunktion. Der Darm ist nicht in der Lage, Milchzucker aus der Nahrung aufzunehmen. Er muss aufgespalten werden, damit er durch die Dünndarmschleimhaut aufgenommen werden kann. Eine Störung der Aufnahme des Milchzuckers liegt immer dann vor, wenn das Enzym Laktase, das den Zucker im Darm spaltet, fehlt. Symptome sind häufig Bauchschmerzen, Darmkrämpfe, Völlegefühl, Blähungen, ein durch Gase vorgewölbter Bauch und Übelkeit. Bei einer Milchzuckerunverträglichkeit sollte der Verzehr von Milchzucker eingeschränkt werden.
Mineralstoffe
siehe Vitamine / Mineralstoffe / Spurenelemente
Morbus Crohn
Morbus Crohn ist eine chronisch entzündliche Darmerkrankung, die den gesamten Magen-Darm-Trakt befallen kann. Die Entzündung verläuft schubweise. Akute Phasen mit Durchfällen und Unterleibsschmerzen wechseln sich mit Remissionsphasen (Phasen vorübergehender Beruhigung) ab. Insbesondere in den akuten Phasen liegt häufig eine Beeinträchtigung der Nährstoffverwertung vor (Malassimilation). Patienten mit Morbus Crohn neigen daher leichter zu Mangelernährung als gesunde Menschen. Deshalb sollte eine Ernährungstherapie ein fester Bestandteil der Gesamttherapie sein.
Mundpflege
Obwohl die Nahrung bei Sondenpatienten nicht durch den Mund aufgenommen wird, ist eine regelmäßige Mundpflege wichtig, um Infektionen zu vermeiden. Mindestens zwei Mal täglich sollten die Zähne mit Zahnbürste und Zahnpasta gereinigt werden.
Mundtrockenheit
Wenn nichts gegessen wird, ist die Produktion von Speichel im Mund reduziert und die Mundschleimhaut neigt zum Austrocknen. Auch Medikamente können das Austrocknen des Mundes fördern. Die ausgetrocknete Mundschleimhaut ist weniger geschützt gegen Bakterien und Pilzinfektionen. Mundspülungen mit Salbei- oder Kamillentee können bei Mundtrockenheit hilfreich sein.
Nächtliche Ernährung
Die Sondennahrung kann/muss auch über Nacht verabreicht werden, wenn tagsüber nicht die erforderliche Gesamtmenge an Nahrung gegeben werden konnte. Eine gute Überwachung des Patienten sollte aber sichergestellt sein.
Nährstoffe
Unter dem Begriff Nährstoffe werden die Nahrungsbestandteile zusammengefasst, die dem Körper Energie liefern und für bestimmte Körperfunktionen lebensnotwendig sind. Kohlenhydrate und Fette sind in erster Linie Energielieferanten. Eiweiß dient dem Körper für wichtige Stoffwechselreaktionen und als Bausubstanz. In der gesunden Ernährung des Menschen sollten alle Nährstoffe in ausreichender Menge enthalten sein. Wichtig ist dabei auch das Verhältnis der Nährstoffe zueinander. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt folgende Energie-Nährstoffrelation:15 % Eiweiß, 30 % Fett und 55 % Kohlenhydrate. Bei kranken Menschen kann es jedoch erforderlich sein, die Nährstoffrelation an die Erkrankung anzupassen. Zum Beispiel haben Patienten mit Tumorerkrankungen einen höheren Eiweißbedarf, Patienten mit Niereninsuffizienz müssen die Eiweißzufuhr prä-dialytisch reduzieren.
Nährstoffverluste
Nährstoffverluste entstehen dann, wenn die zugeführte Nahrung nicht ausreichend verdaut und vom Darm aufgenommen werden kann. Dies ist z.B. bei Pankreaserkrankungen oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen der Fall. Auch häufiges Erbrechen, starker Durchfall sowie Verbrennungen oder Dialysebehandlung und Drainagen zählen zu den Situationen, in denen Nährstoffverluste auftreten. Der Ernährungsplan muss an die Nährstoffverluste angepasst und die Kalorienmenge und/oder die Art der Sonden- oder Trinknahrung durch den Arzt verändert werden.
Niedermolekulare Nahrung
siehe Bilanzierte Diäten
Niereninsuffizienz
Von einer chronischen Niereninsuffizienz spricht man, wenn sich die Nierenfunktion kontinuierlich verschlechtert und es schließlich zu einem vollständigen Nierenversagen kommt. Die Hauptaufgaben der Nieren sind die Blutreinigung und Wasserausscheidung. Täglich entstehen im Körper Stoffwechselprodukte, die im Blut zu den Nieren transportiert und mit dem Urin ausgeschieden werden. Bei einer Einschränkung der Nierenfunktion kann der Körper die giftigen Stoffwechselprodukte nicht mehr ausscheiden und sie sammeln sich im Blut (Urämie). Außerdem kommt es zu einer Überwässerung, da die Nieren die mit der Nahrung aufgenommene Flüssigkeit nicht mehr vollständig ausscheiden können. Ohne Behandlung ist diese Erkrankung lebensbedrohlich.
Deshalb ist es notwendig, die Entgiftungsfunktion und die Wasserausscheidung ab einem gewissen Krankheitsstadium/einer bestimmten Einschränkung der Nierenfunktion durch eine Dialysebehandlung
(Hämodialyse, Bauchfelldialyse) oder durch eine Nierentransplantation zu ersetzen.
Normokalorisch
Normokalorische Trink- und Sondennahrungen besitzen einen Energiegehalt von 1,0 kcal pro ml.
Obstipation
siehe Verstopfung
Orale Ernährung
Unter oraler Ernährung versteht man die Gabe herkömmlicher Lebensmittel über den Mund. Eine Trinknahrung wird ebenfalls oral aufgenommen und kann als Ergänzung zur herkömmlichen Ernährung oder als alleinige Nahrungsquelle genommen werden. Auch sind viele Sondenpatienten durchaus in der Lage, kleine Mengen zu essen oder zu trinken. Die Geschmackseindrücke können die Lebensqualität der Betroffenen steigern und fördern den Speichelfluss.
Osmolarität
Die Osmolarität gibt die Teilchenanzahl osmotisch aktiver Substanzen (z.B. Salz, Zucker, Proteine) pro Liter Lösung (mOsmol/l) an. Die Osmolarität stellt eine wichtige Größe bei der praktischen Anwendung der enteralen Ernährung dar. Ihre Deklaration ist gesetzlich vorgeschrieben. Körperflüssigkeiten weisen normalerweise eine Osmolarität von 280 – 320 mOsmol/l auf. Zur Vermeidung von Durchfällen ist es wichtig, dass die Trink- und Sondennahrung eine ähnliche Osmolarität wie die Körperflüssigkeit aufweist und die Nahrung langsam verabreicht bzw. getrunken wird.
Ösophagus
siehe Speiseröhre
Pankreas
siehe Bauchspeicheldrüse
Parenterale Ernährung
Die parenterale Ernährung ist eine Form der Ernährungstherapie, bei der Nährstoffe in gelöster Form direkt in die Blutbahn verabreicht werden. Im Gegensatz zur enteralen Ernährung erfolgt dieser Weg der Nährstoffapplikation unter Umgehung des gesamten Magen-Darm-Traktes.
PEG
Abkürzung für „perkutan endoskopisch kontrollierte Gastrostomie“. Eine PEG-Sonde ist eine perkutane Ernährungssonde, die einen direkten und dauerhaften Zugang durch die Bauchdecke zum Magen gewährleistet.
PEJ
Perkutan-endoskopische Jejunostomie
Perkutan
Perkutan bedeutet „durch die Haut“. In Bezug auf perkutane Sonden bedeutet es, dass eine Sonde durch die Bauchdecke direkt in den Magen geführt wird.
Perzentile
Eine (Gewichts-)Perzentile vergleicht das Wachstum eines Kindes mit dem Durchschnitt. Eine Gedeihstörung erkennt man am Abfall der Gewichtsperzentile.
Wird dabei die 3er-Perzentile für Körpergewicht und Körperlänge unterschritten, dann ist das Kind kleiner oder leichter als 97% seiner Altersgenossen. Dann geht man von einer Gedeihstörung aus. Sie kann aber auch dann vorliegen, wenn sich bei zuvor normaler Entwicklung gegenüber Voruntersuchungen ein deutlicher Abfall der Messwerte zeigt.
Pflege der Sondenaustrittstelle
siehe Verbandswechsel
Polyurethan
Polyurethan ist ein weicher Kunststoff, der sich gut zur Herstellung von gewebefreundlichen Ernährungssonden eignet.
Protein
siehe Eiweiß
Rechtliche Aspekte
siehe Bilanzierte Diäten
Reflux
Gastroösophagealer Reflux bezeichnet den Rückfluss von Magenflüssigkeit und/oder Speisebrei in die Speiseröhre. Dies kann längerfristig zu entzündlichen Veränderungen der Speiseröhrenschleimhaut kommen (Refluxösophagitis).
Rekonvaleszenz
siehe Genesung
Ritsch-Ratsch-Klemme
In den meisten Fällen wird bei der Platzierung von PEG-Sonden eine Ritsch-Ratsch-Klemme an der Sonde angebracht. Sie verhindert das Zurücklaufen von Sondennahrung / Mageninhalt. Zum Ernähren wird die Klemme geöffnet, während der Nahrungspausen kann sie geschlossen werden.
Rückhalteballon
Der Rückhalteballon ist bei den „Ballonsonden“ am Ende der Sonde angebracht und übernimmt die Funktion der inneren Halteplatte. Der Ballon wird von außen mit Hilfe einer Spritze über ein gekennzeichnetes Ventil mit sterilem Wasser gefüllt (geblockt). Über dieses Ventil kann er auch wieder entleert (entblockt) werden. Hierzu wird eine leere Spritze auf das Ventil aufgesetzt und die Flüssigkeit abgezogen (siehe auch Blocken einer Ballonsonde).
Schluckstörung
Von einer Schluckstörung spricht man dann, wenn eine Störung des Schluckvorganges oder der Passage von fester und / oder flüssiger Nahrung vom Mund zum Magen vorliegt. Mit dem Begriff wird keine eigenständige Erkrankung, sondern zunächst ein Krankheitszeichen verschiedenster Ursachen beschrieben. Schluckstörungen werden auch als Dysphagie bezeichnet. Für ein einfacheres und sichereres chlucken ist für Dysphagie-Patienten die Konsistenzadaption von Nahrung und Getränken besonders wichtig.
Schwerkraftapplikation
Unter Schwerkraftapplikation versteht man die Verabreichung von Sondennahrung mit einem Überleitgerät, ohne Einsatz einer Pumpe. Durch den Höhenunterschied zwischen Nahrungsbehälter und Sonde (etwa ein Meter) fließt die Sondennahrung durch das Überleitgerät. Die Fließgeschwindigkeit der Nahrung wird über die Rollenklemme des Überleitgerätes reguliert.
Selbst hergestellte Sondennahrung
Sondennahrung sollte nicht selbst hergestellt werden, da sich dadurch mehrere Risiken für den Patienten ergeben können: Die Bilanzierung lebenswichtiger Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente ist nicht gewährleistet (Bilanzierung = ausgewogenes Verhältnis der Nährstoffe). Durch langes Kochen der Zutaten werden Vitamine zerstört. Um eine gute Sondengängigkeit zu erreichen, ist oft eine hohe Verdünnung mit Wasser nötig. Diese verringert die Nährstoffdichte und führt zu einer hohen Volumenbelastung für den Magen des Patienten. Weiterhin bergen selbst hergestellte Nahrungen ein erhebliches bakterielles Risiko und können leicht verderben. Die Gefahr der Sondenverstopfung ist bei selbst hergestellter Sondennahrung groß, da sich Nahrungspartikel in der Sonde festsetzen können. Die Herstellung einer solchen Sondenkost beansprucht zudem viel Zeit und führt häufig durch die zu hohe Osmolarität zu Verträglichkeitsproblemen. Industriell hergestellte Sondennahrungen garantieren eine standardisierte Zusammensetzung und damit eine bilanzierte und sichere Versorgung mit den relevanten Nährstoffen.
Selbst hergestellte Zusatzkost
Selbst hergestellte Zusatzkost ist in den meisten Fällen nicht für eine bedarfsdeckende, längerfristige Ernährung geeignet. Trinknahrungen gewährleisten durch ihre standardisierte und rechtlich geregelte
Zusammensetzung eine Versorgung mit den relevanten Nährstoffen. Gerade bei kranken Menschen ist es besonders wichtig, dass die Nahrung hygienisch einwandfrei ist, um Infektionen des Magen-Darm-Traktes zu vermeiden.
Soja
Üblicherweise sind Sondennahrungen auf der Basis von Milcheiweiß hergestellt. Für Patienten, die kein Milcheiweiß vertragen, wurden spezielle Sondennahrungen auf der Basis von Sojaprotein entwickelt.
Sonde
Bei Sonden zur Ernährung handelt es sich um dünnwandige, gewebefreundliche Kunststoffschläuche, die in den Magen bzw. Dünndarm gelegt werden. Ernährungssonden werden entweder über die Nase gelegt (Nasensonden) oder direkt durch die Bauchdecke (Perkutane Sonden).
Sondennahrung
Reicht die Ernährung über Normalkost und zusätzliche Trinknahrung nicht aus, um eine bedarfsdeckende Ernährung sicherzustellen, sollte eine Ernährung mit Hilfe einer Sonde in Betracht gezogen werden. Sondennahrung gehört zu den diätetischen Lebensmitteln für besondere medizinische Zwecke (bilanzierte Diäten) und enthält die notwendigen Nährstoffe in hochwertiger Qualität. Die Sondennahrung wird über eine Sonde – einen dünnwandigen, gewebefreundlichen Kunststoffschlauch, der in den Magen bzw. Dünndarm gelegt wird – zugeführt. Ernährungssonden werden entweder über die Nase gelegt (Nasensonden) oder direkt durch die Bauchdecke (PEG-Sonden).
Sondenpflege und Spülen der Sonde
Um ein Verstopfen zu vermeiden, müssen Ernährungssonden regelmäßig gespült werden. Als Spülmenge sollten mindestens 20 ml, besser 40 ml körperwarme Flüssigkeit verwendet werden. Als Spülflüssigkeit eignen sich steriles Wasser oder stilles Mineralwasser am besten, ebenso frisch abgekochtes Trinkwasser. Gespült werden muss jeweils vor und nach jeder Nahrungsgabe sowie vor und nach jeder Medikamentengabe (bei mehreren Medikamenten nach jedem einzelnen Medikament spülen). Auch wenn die Sonde nicht benutzt wird, sollte spätestens nach 8 Stunden gespült werden.
Ungeeignet zum Spülen sind schwarzer oder grüner Tee, Früchtetee und Fruchtsäfte, da sie zum Ausflocken von Nahrungsbestandteilen führen können.
Speiseröhre (Ösophagus)
Die Speiseröhre ist ein ca. 30 cm langer Abschnitt zwischen Kehlkopf und Mageneingang und dient dem Transport der Nahrung vom Rachenraum bis in den Magen.
Spurenelemente
siehe Vitamine / Mineralstoffe / Spurenelemente
Stoma
Ein Stoma ist ein künstlich geschaffener Kanal, der von einem Hohlorgan (z.B. Magen) zur Körperoberfläche führt (z.B. durch die Bauchdecke). Das Verwachsen des Magens mit dem Unterhautfettgewebe nach einer PEG-Anlage wird als Stoma bezeichnet.
Strahlentherapie
Die Strahlentherapie wird vielfach zur Behandlung von Tumorerkrankungen eingesetzt. Sie ruft häufig Nebenwirkungen wie z.B. Übelkeit, Mundtrockenheit, Appetitlosigkeit oder Durchfälle hervor.
Supplemente
siehe Ergänzungsnahrung
Transnasalen Sonden
Bezeichnung für Nasensonden (siehe auch Sonden).
Trinknahrung
Trinknahrungen sind diätetische Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (Elementardiäten), die immer dann zum Einsatz kommen sollten, wenn der notwendige Energie- und Nährstoffbedarf nicht über die normale Nahrung abgedeckt werden kann. Vollbilanzierte Trinknahrung enthält die lebensnotwendigen Nährstoffe wie Eiweiß, Kohlenhydrate, Fette, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.
Tumorerkrankung (Krebserkrankung)
Eine Krebserkrankung ist ein schwerer Einschnitt im Leben. Ungewollter Gewichtsverlust und Mangelernährung durch die Behandlung einer Krebserkrankung (Chemotherapie, Strahlentherapie) und die daraus entstehenden Nebenwirkungen gehören zu den charakteristischen Folgen dieser Erkrankung. Eine ausreichende Versorgung mit lebensnotwendigen Nährstoffen und Energie steht daher bei solchen konsumierenden Erkrankungen im Vordergrund der Ernährungstherapie.
Hochkalorische Trinknahrung dient dem Ausgleich von Energie- und Nährstoffdefiziten. Auf diese Weise werden Lebensqualität und allgemeines Wohlbefinden unterstützt. Zudem trägt die Trinknahrung dazu bei, die Therapie besser zu tolerieren. Sollte eine Sondenernährung notwendig werden, sind hochkalorische, eiweißreiche Produkte besonders geeignet.
Übergewicht
siehe Körpergewicht
Überleitsystem
Ein Überleitsystem oder auch Überleitgerät ist ein spezieller Kunststoffschlauch, mit dem die Sondennahrung vom Nahrungsbehälter (Flasche oder Beutelsystem) an die Sonde angeschlossen wird.
Untergewicht
siehe Körpergewicht
Verbandwechsel bei PEG-Sonden
Etwa alle zwei Tage oder bei Bedarf sollte der Verband an der Sondenaustrittstelle gewechselt werden. Ist die Wunde gut verheilt und die Haut um die Sonde herum nicht gerötet, kann der Verband nach Absprache mit dem Hausarzt auch weggelassen werden.
Verdauungstrakt (Gastrointestinaltrakt)
Zum Verdauungstrakt des Menschen zählen verschiedene Organe, die zur Aufnahme, zur Zerkleinerung, zum Weitertransport sowie zur Verdauung und Resorption (Aufnahme der Nährstoffe) der Nahrung dienen. Bei einer Erkrankung des Verdauungstraktes kann die Nahrungsaufnahme und -verwertung gestört sein. In diesem Fall kann die Einnahme von Trinknahrung unterstützend wirken oder kurzfristig sogar die einzige Möglichkeit der Nahrungsaufnahme sein. Bei bestimmten Erkrankungen ist Sondennahrung kurzfristig oder sogar langfristig der einzige Weg der Nahrungszufuhr.
Verdünnen der Sondennahrung
Sondennahrung ist bereits gebrauchsfertig und sollte nicht verdünnt werden. Durch das Vermischen mit anderen Flüssigkeiten besteht die Gefahr, dass Keime in die Nahrung eingebracht werden, wodurch der Patient unnötig gefährdet wird und die Nahrung verderben kann. Des Weiteren ist die Stabilität der Sondennahrung durch die Verdünnung nicht mehr gewährleistet, was zur Verstopfung der Sonde führen kann. Deshalb sollen Sondennahrung und Flüssigkeit immer getrennt voneinander verabreicht werden.
Verordnungsfähigkeit
Sondennahrung sowie hochkalorische und normokalorische Trinknahrungen, die als ausschließliche Nahrungsquelle geeignet sind (vollbilanziert) ,sind bei fehlender oder eingeschränkter Fähigkeit zur ausreichenden normalen Ernährung verordnungsfähig (AMR 2009 Kapitel I §§ 18-26), das heißt, dass der Arzt die Nahrung per Rezept verordnen kann .Dies ist der Fall, wenn eine Modifizierung der Nahrung oder sonstige ärztliche/pflegerische Maßnahmen zur Verbesserung der Ernährungssituation nicht ausreichen. Die Kosten für die Produkte zur medizinisch notwendigen Ernährung (Trinknahrung, Sondennahrung und Applikationstechnik) werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die Zuzahlungsregelungen sind identisch mit denen von Medikamenten.
Verstopfung (Obstipation)
Verstopfung ist keine Krankheit, sondern ein Symptom. Die normale Stuhlfrequenz variiert individuell – von dreimal täglich bis dreimal wöchentlich. Hat ein Mensch weniger als dreimal pro Woche Stuhlgang, sprechen Mediziner von einer Verstopfung. Der Stuhl ist meist hart und die Darmentleerung schwierig. In den meisten Fällen ist eine Verstopfung harmlos, sie kann jedoch auch Symptom einer Krankheit sein. Etwa 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung in den Industrieländern leiden an Verstopfung, Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Um bei der Sondenernährung und Ernährungstherapie mit Trinknahrung Verstopfung zu vermeiden, sollten generell Produkte mit Ballaststoffen verwendet und ausreichend Flüssigkeit zugeführt werden.
Verstopfung der Sonde
Sollte die Ernährungssonde schwer durchgängig oder verstopft sein, sollte als erstes versucht werden, eine Spritze auf den Konnektor zu setzen und durch Ansaugen die Sonde zu entleeren. Auch vorsichtiges Durchkneten der Sonde mit den Fingern kann helfen. Anschließend wird mit einer 50 ml-Spritze und warmem Wasser vorsichtig durchgespült. Die Verwendung von säurehaltigen Flüssigkeiten wie Cola oder Fruchtsaft zum Durchspülen ist nicht ratsam, weil dadurch die Verstopfung noch verstärkt werden kann. Rufen Sie Ihren Ansprechpartner des Ernährungsteams oder den Hausarzt an, wenn Sie die Verstopfung nicht lösen können.
Verträglichkeit
Ob die Trink- oder Sondennahrung gut vertragen wird, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Ganz wichtig ist es deshalb, die Nahrung auf die Verdauungsmöglichkeiten des Patienten abzustimmen, Unverträglichkeiten gegen einen der enthaltenen Inhaltsstoffe der Nahrung zu prüfen (z.B. Milcheiweiß) und die Zufuhrmenge sowie -geschwindigkeit genau auf den Patienten abzustimmen. Zu große Nahrungsmengen in zu kurzer Zeit sind die häufigsten Ursachen für Unverträglichkeiten.
Vitamine / Mineralstoffe /Spurenelemente
Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind für den Menschen essentielle Nährstoffe, die vom Organismus nicht selber hergestellt werden können und daher über die Nahrung zugeführt werden müssen. Der Bedarf an diesen sogenannten Mikronährstoffen ist bei bestimmten Krankheiten oftmals erhöht. In der Diätverordnung sind die rechtlichen Grundlagen hinsichtlich der Zusammensetzung von
Trinknahrungen geregelt. Diese schreibt Mindest- und Höchstmengen an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen vor, die in einer bilanzierten Sondennahrung enthalten sein müssen. Vitamine sind an zahlreichen unterschiedlichen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Sie kommen sowohl in pflanzlichen als auch in tierischen Lebensmitteln vor. Vitamine werden nach ihrer Löslichkeit in fettlösliche und wasserlösliche Vitamine eingeteilt. Die ungenügende Zufuhr kann zu schweren Mangelerscheinungen führen. Mineralstoffe sind wesentlich an der Aufrechterhaltung des Wasser-, Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushaltes beteiligt. Erkrankungen mit Symptomen wie z.B. Erbrechen, Durchfall und Fieber können auch in kurzer Zeit zu erheblichen Mineralstoffverlusten führen. Spurenelemente werden nur in kleinen Mengen benötigt. Hierzu zählen z.B. Chlor, Eisen, Fluor.
Vollbilanzierte Nahrung
siehe Bilanzierte Diäten
Wundheilungsstörung
Unterbrechung oder Verzögerung des Wundverschlusses. Ursachen für eine Wundheilungsstörung sind z.B. eine Keimbesiedlung der Wunde (Wundinfektion), eine unzureichende Ruhigstellung der verletzten Region, abgestorbenes Gewebe an den Wundrändern, Wundtaschen, Blutergüsse, Fremdkörper in der Wunde, eine schlechte Durchblutung, Stoffwechselstörungen (z.B. Diabetes mellitus), Vitaminmangel, schwere Allgemeinerkrankungen (z.B. Tumor) oder bestimmte Medikamente (z.B. Kortison). Zur Behandlung ist eine Beseitigung oder Besserung der auslösenden Ursache entscheidend. Um die Wundheilung zu verbessern, ist die Zufuhr von Eiweiß und wundheilungsfördernden Substanzen wie Zink und Arginin mit der Nahrung sinnvoll.
Wundliegen (Dekubitus)
Die Schädigung der Haut und des darunterliegenden Gewebes durch lokale Druckbelastung wird als Druckgeschwür oder Dekubitalgeschwür bezeichnet. Um die Wundheilung zu verbessern, ist die Zufuhr von Eiweiß und wundheilungsfördernden Substanzen wie Zink und Arginin mit der Nahrung sinnvoll.
Ziel der Ernährungstherapie
Im Vordergrund der Ernährungstherapie mit Trink- und Sondennahrung steht die bedarfsgerechte Energie- und Nährstoffzufuhr. Es ist das Ziel, den Ernährungszustand zu verbessern und eine Mangelernährung durch die Zufuhr von Trink- und Sondennahrung auszugleichen. Trink- und Sondennahrung unterstützten die Genesung und verbessern damit die Lebensqualität.
Zöliakie (Einheimische Sprue)
Zöliakie ist eine chronische Erkrankung des Dünndarms, die auf einer Unverträglichkeit gegenüber Gluten beruht. Gluten ist ein Eiweiß, das vor allem in den Getreidearten Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste und Hafer vorkommt. Nur durch den Verzicht auf glutenhaltige Nahrungsmittel kann eine Zöliakie behandelt werden.
Zugangsweg
Beschreibt den Weg, auf dem Sondennahrung Zugang zum Verdauungssystem findet, z.B. über Nasensonden in den Magen oder Dünndarm (nasogastral, nasojejunal) oder durch die Bauchdecke in den Magen oder Dünndarm (perkutan gastral oder perkutan jejunal).
Zusatznahrung
siehe Ergänzungsnahrung
Zutaten
Für die Herstellung von Trink- und Sondennahrung werden ausschließlich hochwertige Zutaten verwendet, die im Allgemeinen gut verträglich sind. Das Eiweiß liegt in der Regel in Form von leichtverdaulichem Milcheiweiß vor. Die Fette bestehen hauptsächlich aus einer Mischung von Sonnenblumen- und Rapsöl. Der Kohlenhydratanteil besteht vorwiegend aus Maltodextrin.

