"Ich erlebe jeden Tag viel Dankbarkeit" - Interview mit Oswald Freund, seit 2003 Mitarbeiter im etp®-Team
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Wie sieht ein typischer Arbeitstag als etp®-Mitarbeiter aus und welche Aufgaben erledigen Sie?
„Den typischen Arbeitstag gibt es nicht; jeder Tag verläuft anders. Ich bin mit meinem Team bayernweit unterwegs – wir richten uns ganz nach den Patienten. Hausbesuche, ausführliche Erstberatungen bei der Ernährungseinstellung, Ernährungs-Checks, Schulungen, Gespräche mit Ärzten oder Pflegedienstleitungen, Notfalleinsätze und umfangreiche Dokumentationen – das sind meine Hauptaufgaben.“
Wie viele Patienten betreuen Sie mit Ihrem Team und was sind das für Patienten?
„Ich bin für einen festen Stamm von rund 120 Patienten zuständig. Dabei betreue ich sowohl Kinder als auch Erwachsene mit unterschiedlichen Indikationen. Häufig sind es Schlaganfälle oder Demenzerkrankungen. Ich versorge aber auch Krebs-, Dysphagie- und Mukoviszidose-Patienten.“
Welche Voraussetzungen muss ein etp®-Mitarbeiter mitbringen?
„In den etp®-Teams arbeiten ausschließlich examinierte Krankenpflegekräfte, die sich auf enterale und parenterale Ernährung spezialisiert haben, in den etp® Junior Teams ausgebildete Pädiatrie-Pflegefachkräfte. Vor dem ersten Einsatz haben wir eine intensive Schulung bei Nutricia durchlaufen – und wir bilden uns auch kontinuierlich fort. Neben der fachlichen Kompetenz und dem Engagement brauchen etp®-Mitarbeiter auch ein dickes Fell. Zudem ist Flexibilität sehr wichtig: Jeder Notfall wirft den Tagesplan durcheinander.“
Was motiviert Sie zu Ihrer Arbeit? Sie sehen ja sehr viel Leid.
„Als examinierte Pflegefachkraft bin ich darauf vorbereitet und kann mit dem Thema Krankheit professionell umgehen. Außerdem erlebe ich jeden Tag sehr viel Dankbarkeit und sehe, dass meine Arbeit den Patienten ein großes Stück Lebensqualität zurückgibt. Das motiviert mich sehr.“
Was ist in Ihren Augen der größte Vorteil des etp®-Konzeptes?
„In erster Linie geht es uns darum, die Patienten bestmöglich zu versorgen. Es handelt sich in der Regel um schwer kranke Menschen, deren Zustand sich ohne eine adäquate Nährstoffversorgung häufig sehr schnell verschlechtert. Wir unterstützen sie zu Hause, im Heim oder in der Klinik, damit sie ihre Therapie einhalten. Dabei ist die Mitarbeit der Angehörigen und Pflegefachkräfte essenziell. Ihnen stehen wir natürlich stets beratend zur Seite. Aber auch Ärzte und Kliniken profitieren von unseren Diensten: Ist eine Sonde zum Beispiel mal verstopft, können wir das ganz einfach und schnell erledigen.“

